Uvalde nimmt Abschied von ersten Opfern des Schulmassakers

Die texanische Kleinstadt Uvalde hat am Dienstag (Ortszeit) Abschied von den ersten Opfern des Massakers an einer Volksschule genommen. Der Sarg der zehnjährigen Amerie Jo Garza wurde in der Früh in die katholische Kirche zum Heiligen Herzen getragen. Eine weitere Schülerin, die zehnjährige Maite Yuleana Rodriguez, sollte ebenfalls am Dienstag beigesetzt werden. Weitere Beerdigungen der insgesamt 19 getöteten Kinder und zwei Lehrerinnen sollen in den kommenden Wochen folgen.

Ein 18-Jähriger hatte vor einer Woche die Robb Elementary School in Uvalde gestürmt und mit einem Sturmgewehr um sich geschossen. Der Angreifer wurde schließlich von Polizisten getötet.

Nach dem Angriff auf die Volksschule sind die Einsatzkräfte wegen ihres späten Eingreifens in Erklärungsnot geraten. Der Leiter der Behörde für öffentliche Sicherheit des US-Bundesstaates Texas, Steven McCraw, bezeichnete es als „falsche Entscheidung“, das Klassenzimmer, in dem der Schütze sich mit Kindern verschanzt hatte, erst nach mehr als einer Stunde zu stürmen.

Das Massaker hat die Debatte um die lockeren US-Waffengesetze neu befeuert. Laut dem Gun Violenc Archive starben in den USA allein zwischen dem vergangenen Samstag und Montagabend 132 Menschen durch Schusswaffen, 329 weitere Menschen wurden durch Schüsse verletzt.

Trauergäste in Uvalde forderten am Dienstag Verschärfungen der Waffengesetze: „Letzten Endes ist es doch so: Wenn dieses Kind nicht mal ein Glas Wein trinken kann, weil es zu jung ist – dann ist es auch zu jung, eine Schusswaffe zu kaufen“, kommentierte Pamela Ellis, die aus Houston zur Beerdigung angereist war. Der 18-jährige Todesschütze hatte sich kurz nach seinem Geburtstag zwei Sturmgewehre gekauft, mit denen er die Bluttat beging. Alkohol darf in Texas hingegen erst ab 21 Jahren legal getrunken werden.

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