Van der Bellen verabschiedet Frauen-Team mit Blick zurück

Gruppenbild mit honorigen Herren in der Hofburg © APA/GEORG HOCHMUTH

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat Österreichs Frauen-Nationalteam mit großen Hoffnungen zur anstehenden EM in England verabschiedet. Österreichs Staatsoberhaupt erinnerte sich am Donnerstag in der Hofburg fünf Jahre zurück. Damals brachen die Fußballerinnen zum Kontinentalturnier in die Niederlande auf – und kehrten als Halbfinalistinnen zurück. „Wir drücken alle die Daumen, dass Sie weit kommen. Alles ist möglich, aber Sport ist Sport“, meinte Van der Bellen.

Angeführt von Teamchefin Irene Fuhrmann und ÖFB-Präsident Gerhard Milletich reiste das Team typisch britisch im roten Doppeldecker-Bus zum Empfang der Staats- und Regierungsspitze an. Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler blickte bereits gespannt dem Eröffnungsspiel am 6. Juli voraus. Da trifft Österreich im mit 75.000 Zuschauern ausverkauften Old Trafford von Manchester auf die Gastgeberinnen. „Wenn alles gut geht, könnte ich dabei sein. Das ist etwas, für das Sie viele beneiden werden, allein um dieses Highlight“, meinte Kogler. In Anspielung auf die als „Theater of Dreams“ bekannte Arena sagte Kogler: „Mögen Ihre Träume in Erfüllung gehen.“

Für Van der Bellen, Ehefrau Doris Schmidauer und Kogler gab es danach als Mitbringsel einen Wimpel, ein Trikot und einen Matchball von Teamkapitänin Viktoria Schnaderbeck. Die Verteidigerin bedankte sich für die Einladung und erinnerte ebenfalls an 2017. „Wir haben damals das ganze Land überrascht. Wenn man kämpft, zusammenhält und das Herz am Platz lässt, ist alles möglich“, sagte Schnaderbeck mit Blick auf die EM. Sie war wie u.a. Torfrau Manuela Zinsberger, Carina Wenninger, Sarah Zadrazil oder Nicole Billa schon vor fünf Jahren dabei.

Van der Bellen erhofft nun einen ähnlichen Schub für den österreichischen Frauenfußball. „Damals hat ganz Österreich richtig mitgefiebert“, erinnerte sich das Staatsoberhaupt. Van der Bellen zeigte sich angetan von der Internationalität der Spielerinnen im vorerst noch 28-köpfigen Aufgebot. „Ich war wirklich überrascht, das müssten die Männer einmal zusammenbringen. Tottenham, Arsenal, Bayern München, Frankfurt, auch Sturm Graz.“ Trainerin Fuhrmann wird das endgültige EM-Aufgebot erst nach dem letzten EM-Test am Sonntag gegen Belgien im belgischen Lier nahe Antwerpen benennen.

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