Vater und Sohn als Spengler-Betrüger gefasst

Duo und Komplize hatten Marchtrenker (65) 1900 Euro für Pfuscharbeit abgeknöpft — Täter haben es meist auf Ältere abgesehen

MARCHTRENK — Zwei Rumänen – Vater und Sohn – konnte die Polizei nun als jene betrügerischen Spengler ausforschen, die am 11. August einen 65-Jährigen aus Marchtrenk (Bez. Wels-Land) um 1900 Euro gebracht haben. Der 47- und der 21-Jährige wurden am Mittwoch auf der A8 angehalten und kontrolliert. Bei der Gegenüberstellung wurden sie von ihrem Opfer identifiziert. Ihr Komplize ist noch unbekannt. Das Trio hatte den Mann bedrängt, dringende Arbeiten auf dem Dach seines Hauses durchführen zu lassen und nach zweistündiger Arbeit 2800 Euro – ausgemacht waren im Vorfeld 100 Euro – gefordert. Der 65-Jährige bezahlte für den Pfusch 1900 Euro.

Polizei warnt vor Banden

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Die Polizei warnt vor solchen Täterbanden. Diese versuchen oft durch günstige Angebote die Opfer dazu zu bewegen, eine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen. Nach Beendigung der nicht fachgerechten Arbeit oder auch bereits vor der Fertigstellung der versprochenen Leistung werden weit überhöhte Zahlungen gefordert. Dabei werden die Betrüger auch ungehalten und erzwingen die Zahlungen. Meist geraten ältere Menschen in ihr Visier, da die Täter weniger Widerstand erwarten. Experten raten:

Angebote von fremden Handwerkern, die nicht selber beauftragt wurden, generell ablehnen. Nicht einschüchtern und drängen lassen. Im Ernstfall genau beobachten (Aussehen, Sprache der Täter, Pkw-Kennzeichen) und Polizei alarmieren.