Venezuelas Opposition: Dialog mit Regierung gescheitert

Die venezolanische Opposition um den selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaido sieht die Verhandlungen mit der Regierung von Staatschef Nicolas Maduro als gescheitert an. “Das diktatorische Regime von Nicolas Maduro hat die Gespräche mit falschen Entschuldigungen verlassen”, hieß es in einem in der Nacht auf Montag veröffentlichten Schreiben Guaidos.

“Wir müssen feststellen, dass sich der Mechanismus von Barbados erschöpft hat”, fügte Guaido hinzu. Auf Vermittlung der norwegischen Regierung hatten die verfeindeten Lager zuletzt auf Barbados nach einem Ausweg aus der seit Monaten andauernden Krise in Venezuela gesucht. Mitte August ließ Maduro eine neue Gesprächsrunde platzen, nachdem die USA weitere Wirtschaftssanktionen gegen die Regierung in Caracas verhängt hatten.

Die Regierung und die Opposition in Venezuela liefern sich seit Anfang des Jahres einen erbitterten Machtkampf. Viele Länder haben Guaido bereits als legitimen Übergangsstaatschef anerkannt, in Venezuela selbst allerdings sitzt Maduro weiter fest im Sattel. Das einst reiche Land steckt zudem in einer schweren Wirtschaftskrise. Millionen Menschen haben Venezuela bereits verlassen.

Der von den USA des Drogenhandels beschuldigte venezolanische Ex-Geheimdienstchef Hugo Carvajal darf unterdessen in Spanien bleiben und wird nicht an die Vereinigten Staaten ausgeliefert. Das zuständige Gericht in Madrid entschied außerdem, dass der frühere Politiker und Ex-General vorläufig aus der Untersuchungshaft entlassen wird, wie spanische Medien am Montag unter Berufung auf Justizkreise berichteten. Der 59-Jährige, ein Unterstützer des venezolanischen Oppositionsführers Guaido, war Mitte März mit falschen Papieren nach Spanien eingereist.

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