Verabschiedung von Franz Wall

St. Florian: Großer Musiker und Pädagoge gestorben

Franz Wall
Franz Wall © privat

Der Musiker Franz Wall ist am Montag im 91. Lebensjahr im engsten Kreis seiner Familie zu Hause gestorben. Als Pädagoge hat der Professor in vielen jungen Musikern große Begeisterung erweckt und sie auch zum Erfolg geführt. Wall war u. a. Träger der Goldenen Kulturmedaille des Landes OÖ, des Kultur-Ehrenpreises der Marktgemeinde St. Florian sowie ehemaliger Professor am Bruckner Konservatorium Linz.

Die Augustiner Chorherren mussten im Zweiten Weltkrieg nach Pulgarn ins Exil. Dort lernte Franz Wall als junger Ministrant die Musik zu lieben. Sein erster Violinlehrer war der spätere Probst Leopold Hager. Nach dem Krieg holten die Augustiner Chorherren ihn nach St. Florian und ermöglichten ihm das Musikstudium: Orgel, Violine und Kirchenmusik. Seine erste Anstellung fand er 1948 im Stift St. Florian als Organist und Lehrer bei den Florianer Sängerknaben. Wall war außerdem viele Jahre 1. Geiger im Bruckner Orchester Linz.

Er zeigte, dass Musik sehr viel mit Menschlichkeit zu tun hat und er ging mit konstruktiver Souveränität ans Werk. Sein Werdegang ist beispielgebend für die Verbundenheit von St. Florian mit der Welt. Wall machte sein Diplom in Wien bei Geigenlegende Ricardo Odnoposoff, studierte Orgel und machte sein Diplom in Kirchenmusik und Orgel bei Walter Bach in Wien. Die internationale Qualität des Musizierens brachte er ins Stift St. Florian. Das Altomonte Orchester und die St. Florianer Brucknertage währen ohne Wall wohl nicht entstanden. Musik fördert die Menschlichkeit und menschliche Größe erhebt die Musik — dafür stand Franz Wall.

Für den Verstorbenen wird am 3. September (18 Uhr) in der Marienkapelle im Stift St. Florian gebetet. Die Trauerfeier beginnt am 4. September (10 Uhr) in der Vorhalle der Stiftsbasilika St. Florian.

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