Verbesserungen für Zentralmatura

Mathe-Fragen sollen verständlicher werden — „Zuhörtour“ bald in Linz

Das „Forum Zentralmatura“ — unter der Leitung von Kurt Scholz und im Auftrag von Bundesminister Heinz Faßmann (ÖVP) — hat mit seiner „Zuhörtour“ in Innsbruck den Bundesländerauftakt gemacht und erste Optimierungsvorschläge für die Mathematik-Zentralmatura vorgestellt. Anlass war die heuer besonders hohe Nicht-Genügend-Quote von rund 20 Prozent bei diesem Teil der Reifeprüfung. „Nicht die Rechenbeispiele sind zu kompliziert, sondern die Fragestellung zu den Rechenbeispielen ist schwer verständlich“, nannte Scholz dann auch einen handfesten Aspekt, an dem man ansetzen könnte. Sprachwissenschaftler, Mathematiker und Menschen mit nichtdeutscher Muttersprache seien bereits am Werk, die Verständlichkeit der Fragen deutlich zu erhöhen.

Aus Gesprächen mit Schüler-, Eltern- und Lehrervertretern will Scholz auch den Wunsch herausgehört haben, dass man das „0-1 System“ durch ein „0-1-2 System“ ersetzen solle. Eine Aufgabe, bei welcher der Rechenvorgang also richtig war und bei der lediglich zum Beispiel die Mengenangabe zum Schluss des Vorgangs fehle, soll dadurch ab sofort noch einen Punkt statt bisher null Punkte erhalten. Bundesminister Faßmann attestierte Scholz jedenfalls „große Bereitschaft“, die Ergebnisse der „Zuhörtour“ aufzugreifen, die nach Innsbruck noch in Graz, Linz, St. Pölten und in Wien haltmachen wird.