Verfolger wittern wegen Budgetobergrenze neue Chance

Nach dem Beschluss einer verschärften Budgetobergrenze für die Formel 1 hoffen die kleineren Rennställe künftig auf mehr Chancengleichheit im Wettstreit mit den Top-Teams. “Man muss klein, schlank und effizient sein – und ich denke, das ist unsere Stärke”, sagte am Donnerstag Technik-Direktor Andrew Green von Racing Point, das ab kommender Saison als Werksteam Aston Martin starten wird.

Teams mit sehr hohem finanziellen und personellen Aufwand wie Dauer-Weltmeister Mercedes oder Ferrari sieht Green als “Dinosaurier”. Diese dürften künftig aber keine “großen Teams” mehr sein. Mittelfeld-Rennstall McLaren muss sich den künftigen Eckdaten ebenfalls anpassen. Der deutsche Teamchef Andreas Seidl sprach von einer “enormen und schmerzvollen Aufgabe”, da man sich auch von weiteren Mitarbeitern werde trennen müssen.

Der Weltrat des Internationalen Automobilverbandes (FIA) hatte am Mittwoch das Kostenlimit ab kommendem Jahr abgesegnet. Für 2021 liegt die Grenze pro Rennstall bei 145 Millionen Dollar (133 Millionen Euro) basierend auf 21 Grand Prix. 2022 sinkt das Limit auf 140 Millionen Dollar (128 Millionen Euro). Für die Jahre 2023 bis 2025 dürfen die Teams jeweils 135 Millionen Dollar (123 Millionen Euro) ausgeben. Unter anderem die Fahrergehälter fallen jedoch nicht unter das Limit.

Die einst für 2021 beschlossenen 160 Millionen Euro pro Team und Jahr waren längst überholt, der Sparzwang aufgrund der Corona-Krise hat zu einem radikaleren Umdenken in der Formel 1 geführt. Vor allem Ferrari hatte sich aber zuletzt noch vehement gegen eine weitere Senkung der Ausgabengrenze ausgesprochen.

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