Verheißungsvoller Festival-Start

„Ars Concordia“: Eröffnung der dreitägigen Festspiele auf Schloss Bernau

Prinzipalin des Ensemble Castor: Petra Samhaber-Eckhart
Prinzipalin des Ensemble Castor: Petra Samhaber-Eckhart © Ensemble Castor

Das neugegründete Festival „Ars Concordia“ ist eine Entdeckung der Prinzipalin des Originalklangensembles „Castor“ Petra Samhaber-Eckhardt, die durch Freundschaft und gemeinsames Musizieren mit dem italienischen Ensemble Il Pomo d´Oro im idyllischen Schloss Bernau ihren langersehnten Konzerttraum erfüllt sah. Es muss aber auch Göttervater Zeus die Hand im Spiel gehabt haben, für seinen Zwillingssohn Castor das sagenhaft schöne Ambiente zum Musizieren gewonnen zu haben. Das Fest hat mit dem Eröffnungskonzert am Freitag im überbelegten Rittersaal seine Taufe für die Zukunft großartig bestanden.

Das Wasserschloss wurde gleich selbst zum Programm mit seinem kosmisch gestalteten Inhalt. „Les eléménts – Der Beginn der Ordnung“ bezog sich auf die vier Elemente Wasser, Feuer, Luft und Erde, dramaturgisch und genial erfunden für diesen Schauplatz. Das Ensemble Castor erlebte einen gewaltigen Höhesprung seiner Karriere, ausgerechnet vor dem bevorstehenden Gastspiel in der Elbphilharmonie Hamburg und seiner Tournee nach Amerika.

Musik von der Renaissance bis zum Frühbarock aus Italien, England und Frankreich, und nicht immer standen dafür berühmte Namen und Stücke ein. Schöngeist, Natur und Kunstsinn gaben sich ein virtuoses Stelldichein und tauschten ihre kontrapunktische Meisterschaft aus. Bei Tarquinio Merula sang die Nachtigall, Marco Uccellini fand pastorale Töne für seine Sinfonien, Biagio Marini erfand die Quelle zu Smetanas Dichtung „Moldau“, Matthew Locke fand mit Streichertremolos und Dynamik zu opernhafter Anlage und Jean-Fery Rebel eröffnete den Reigen der Elemente mit einem donnernden Urknall.

Eine Triosonate von Henry Purcell, Cembalostücke von Francoise Couperin und von Jean Philipp Rameau und als Finale Vivaldis brausende „Meeresstürme“ lieferten weitere Charakterstücke und Glanznummern, die das Schlosspublikum verzauberten und von den Interpreten vergoldet wurden: der Festivalintendantin Samhaber-Eckhardt, Irma Niskanen (Violine), Stefano Marcocchi (Viola), Philipp Comploi (Violoncello), Petra Asztalos (Travers- und Piccoloflöte) und dem bravourösen Continuo-Cembalisten Erich Traxler. Nicht nur Schlossbesitzerin Gerhild Handlbauer schwelgte im Glück über ihre neuen Festivalkünstler.

Von Georgina Szeless

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