Verletzte bei Anschlag auf Gedenkzeremonie in Saudi-Arabien

Bei einem Sprengstoff-Anschlag auf eine Gedenkzeremonie im Beisein europäischer Diplomaten in Saudi-Arabien sind am Mittwoch mehrere Menschen verletzt worden. Vertreter mehrerer Konsulate, darunter aus Frankreich, seien bei dem Gedenken auf einem nicht-muslimischen Friedhof in Jeddah zur Erinnerung an das Ende des Ersten Weltkriegs dabei gewesen, gab das französische Außenministerium in Paris bekannt.

Frankreich rief seine in Saudi-Arabien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten lebenden Bürger zu „höchster Wachsamkeit“ auf. Das französische Außenministerium verurteilte in einer Erklärung den „feigen Angriff“. Auch das Außenministerium in Wien verurteilte den Angriff.

Der Angriff habe bei einer Zeremonie in der Hafenstadt am Roten Meer stattgefunden, bei der ausländische Diplomaten beteiligt gewesen seien, so das französische Außenministerium. Es sei ein Sprengsatz verwendet worden. Ein griechischer Beamter teilte Reuters mit, dass vier Menschen verletzt worden seien – darunter ein Grieche.

Frankreich forderte die saudischen Behörden auf, „so viel Licht wie möglich auf diesen Angriff zu werfen und die Täter zu identifizieren und zur Strecke zu bringen“. In einer Erklärung an die in Saudi-Arabien lebenden französischen Bürger hieß es: „Üben Sie insbesondere Diskretion, halten Sie sich von allen Versammlungen fern und seien Sie vorsichtig, wenn Sie sich bewegen“. In der Erklärung hieß es, dass nur zwei Personen verletzt worden seien.

Das österreichische Außenministerium verurteilte am Mittwoch im Kurznachrichtendienst Twitter „nachdrücklich den Angriff auf die Gedenkfeier zum Ersten Weltkrieg in Jeddah“ und wünschte „allen Verletzten eine rasche Genesung. Wir werden in Solidarität gegen alle Akte des Terrorismus und des Extremismus zusammenstehen“, hieß es.

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