Verloren wird immer, gefunden auch

Im Linzer Fundamt herrscht auch in Corona-Zeiten „business as usual“

Selbst Krücken scheinen nicht immer abzugehen. Heuer landeten bereits mehr als 7000 Fundstücke im Linzer Fundamt.Schlüssel sind die klare Nummer Eins unter den abgegeben Fundgegenständen. Erstaunlicherweise werden viele davon offenbar nicht mehr benötigt.
Selbst Krücken scheinen nicht immer abzugehen. Heuer landeten bereits mehr als 7000 Fundstücke im Linzer Fundamt. © Röbl

Eine Faustregel, die man lernt, wenn man im Fundbüro arbeitet, lautet: Alles, was man verlieren kann, wird auch irgendwann verloren. Vieles wird aber auch wieder gefunden – und manches davon landet auch am Fundamt.

Kein Wunder, dass es kaum noch Fundstücke gibt, die die Mitarbeiter am Linzer Fundamt jetzt groß überraschen würden. Seien es Gebisse, Hörapparate, Krücken oder ähnliche Dinge, von denen man meinen würde, dass sie dem Verlustträger doch etwas abgehen könnten.

Aber offenbar doch nicht jedem, wie die lange Liste der Gegenstände zeigt, die beharrlich auf ihre Besitzer warten. Und täglich kommen neue hinzu. Auch in Zeiten von Corona. Durchschnittlich 30 Fundgegenstände landen jeden Tag im Fundbüro im Neuen Rathaus.

7317 Fundstücke heuer schon abgegeben

Insgesamt 7317 Fundstücke gaben heuer ehrliche Finder bereits ab. Exakt 4848 Gegenstände warten derzeit noch darauf, abgeholt zu werden.

Das Sammelsurium reicht von Brillen, Kleidungsstücken, Mützen und Handschuhen über Schultaschen und Rucksäcke bis hin zu den kuriosen Funden wie besagten Hörgeräten und Krücken. Aber auch Schaufensterpuppen oder kiloschwere Hanteln werden von ehrlichen Findern angeschleppt.

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Die Fundstücke werden übrigens ein Jahr aufbewahrt. Danach gehen sie in den Besitz der Finder über oder werden zu günstigen Preisen im Fundbüro verkauft. Gefundene Gegenstände können auch in den städtischen Bibliotheken abgegeben werden.

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