Verständnis für Sparplan

Stellenstreichungen, Filialschließungen bei Kika und Leiner wohl unumgänglich

Die Signa Holding setzt bei Kika und Leiner den Rotstift an.
Die Signa Holding setzt bei Kika und Leiner den Rotstift an. ©

Der neue Eigentümer der heimischen Möbelketten Kika und Leiner – die Signa Holding des Tiroler Investors Rene Benko – setzt den Rotstift an: Österreichweit sollen laut Medienberichten rund 1100 Stellen gestrichen werden; das ist mehr als ein Fünftel der Belegschaft. Offiziell bestätigt wurde das noch nicht, lediglich, dass vier Standorte und zwei kleinere Logistikzentren per Jahresende geschlossen werden. Die Betriebsräte bedauern den Sparkurs, zeigen aber gewisses Verständnis. Sie betonen, dass mit der Geschäftsführung bereits ein Sozialplan verhandelt werde. „Es ist schlecht, was da passiert“, sagte Sonja Karner, Betriebsratsvorsitzende bei Kika. Um den Fortbestand zu sichern, müsse aber gespart werden.

Die Bürgermeister von St. Pölten und Wiener Neustadt, Matthias Stadler und Klaus Schneeberger, sprachen von einem „schweren Schlag“ für die Mitarbeiter. In St. Pölten soll ein Lager, in Wiener Neustadt eine Filiale geschlossen werden.

bezahlte Anzeige

Einen Hoffnungsschimmer gibt es für die betroffenen Mitarbeiter: Der Tiroler Möbelhandel will diese „im Rahmen seiner Möglichkeiten“ übernehmen. „Wir suchen immer gute Fachkräfte“, so Branchensprecher Stefan Föger.