Verstappen feiert in Abu Dhabi zehnten GP-Sieg

Im WM-Endklassement der Formel-1-Saison 2020 sind die Mercedes-Piloten einmal mehr nicht zu schlagen gewesen, das Finale entschied aber Max Verstappen deutlich für sich. Der Niederländer feierte im Grand Prix in Abu Dhabi am Sonntag einen Start-Ziel-Sieg. Es war der zweite Erfolg 2020 und der insgesamt zehnte in der Karriere des Red-Bull-Piloten. Valtteri Bottas (FIN) und sein Mercedes-Kollege Lewis Hamilton (GBR), der Weltmeister, lagen mehr als 15 Sekunden zurück.

In der WM-Wertung blieb Verstappen Dritter, neun Punkte hinter Bottas, nimmt aber viel Positives in die neue Saison mit. „Der gute Start war wichtig“, sagte der 23-Jährige, der erstmals in dieser Saison die Poleposition erobert hatte. „Dann war es ein Vergnügen. Wir haben alles richtig gemacht.“ Es sei ein sehr starkes Rennen gewesen, freute sich Verstappen.

Zum sechsten Mal in Serie triumphierte auf dem Yas Marina Circuit der Beste des Qualifyings. Verstappen spulte die 55 Runden wie ein Uhrwerk ab und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Die Rivalen aus dem Top-Trio, das in 13 der 17 Rennen gemeinsam auf dem Podest gestanden war, mussten an diesem Tag mit relativ kühlen Temperaturen knapp über 20 Grad die Überlegenheit Verstappens und seines Boliden anerkennen. Bottas sprach von einem „soliden“ Rennen. „Ich hätte nicht mehr aus dem Auto herausholen können, ich bin überrascht, dass der Rückstand so deutlich ist“, meinte der Finne, der auch 2021 für das Werksteam fahren wird.

Der erfolgsverwöhnte Hamilton, der die Zahl seiner GP-Siege heuer auf 95 geschraubt (Rekord) und die sieben Titel des Rekordchampions Michael Schumacher egalisiert hatte, holte bei der Rückkehr nach dem verpassten Sakhir-GP wegen einer Corona-Infektion seinen 164. Podestplatz. „Wenn man die letzte Woche anschaut, dann bin ich glücklich, dass ich überhaupt fahren konnte“, sagte der 35-Jährige. Er sei nicht bei hundert Prozent, spüre immer noch die Lungen und brauche lange, sich zu erholen. „Körperlich war das heuer das härteste Rennen für mich.“

Hamilton stand nicht an, Red Bull und Verstappen zu gratulieren. „Red Bull war an diesem Wochenende außer Reichweite, es ist schön, dass Max aufgeschlossen hat. Für 2021 würde ich mir einen Zweikampf mit einem ebenbürtigen Team wünschen“, erklärte Hamilton, der den neuen Vertrag mit Mercedes und Teamchef Toto Wolff wohl in Kürze unterschreiben wird. „Ich hoffe, wir können diese Woche beginnen und es bis Weihnachten erledigen“, erklärte der Engländer.

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Verstappen beendete die seit 2014 dauernde Erfolgsserie der „Silberpfeile“ in dem Emirat. Davor hatte Sebastian Vettel im Red Bull am Arabischen Golf gewonnen. Sieben Jahre später gab es für den deutschen Vierfach-Weltmeister in seinem 118. und letzten Rennen für Ferrari auch kein kleines Erfolgserlebnis. Dieses Rennen sei „etwas emotionaler“ als sonst, er werde „für die Jungs in der Garage“ alles geben, kündigte Vettel vor dem Start an.

Doch für den 33-Jährigen blieb vor dem Wechsel zu Aston Martin, dem Nachfolgeteam von Racing Point, nur der 14. Platz, unmittelbar vor dem Briten George Russell. Daniel Ricciardo verabschiedete sich hingegen von Renault mit der schnellsten Runde des Rennens zu McLaren.

Sergio Perez, der vor einer Woche in Bahrain den Sakhir-GP gewonnen hatte und 2021 das Cockpit bei Racing Point verliert, schied wegen eines Defekts aus. McLaren punktete hingegen durch Lando Norris und Carlos Sainz jun. auf den Rängen fünf und sechs und verdrängte Racing Point noch um sieben Punkte vom dritten Platz der Konstrukteurswertung hinter Mercedes und Red Bull.

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