„Viele JKU-Studenten berufstätig“

ÖH-Vorsitzender Edin Kustura über drei Jahre Arbeit an der Linzer Uni

Das Linzer ÖH-Vorsitzteam im JKU-Hörsaal (v. l.): Wolfgang Denthaner (ÖSU), Vorsitzender Edin Kustura und Hanna Silber (beide AG).
Das Linzer ÖH-Vorsitzteam im JKU-Hörsaal (v. l.): Wolfgang Denthaner (ÖSU), Vorsitzender Edin Kustura und Hanna Silber (beide AG). © ÖH JKU

Von Harald Engelsberger

„Nach Ostern starten wir eine Kampagne für die von 27. bis 29. Mai stattfindende ÖH-Wahl mit dem vorrangigen Ziel, die Wahlbeteiligung von zuletzt 25 Prozent auf knapp 30 Prozent zu erhöhen“, erklärt Edin Kustura, der ÖH-Vorsitzende an der Linzer Johannes Kepler Universität (JKU). Bis sich die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) aber neu formiert — in Linz bildet Kusturas AktionsGemeinschaft (7 Mandate) eine Koalition mit der Österreichischen Studentenunion (1 Mandat) —, präsentierte Kustura gestern mit seinen Stellvertretern Hanna Silber und Wolfgang Denthaner eine Bilanz zu den drei vergangenen Vorsitzjahren.

75 Prozent zufrieden

„Ich bin froh, dass wir in Linz — anders als in Wien — ein gutes Klima unter den Fraktionen haben“, so Kustura, der eine Umfrage zitiert, laut der drei von vier Studenten an der JKU mit der ÖH-Arbeit zufrieden sind. Ein wichtiger ÖH-Erfolg sei laut Kustura gewesen, dass es in Linz eine Sonderlösung für erwerbstätige Studierende gibt, was den Erlass der Studiengebühren in der Höhe von 365 Euro pro Semester betrifft. Mit einem Studienabschluss-Stipendium wird dieser Betrag abgedeckt, sofern die Studenten Prüfungsaktivität (mindestens 16 ECTS) nachweisen können. „Als nächstes wollen wir die Einkommensgrenze von 13.500 Euro jährlich auf 20.000 Euro erhöhen“, hofft Kustura, weil gerade an der JKU in Linz 70 Prozent der Studierenden berufstätig sind.

4 ECTS fürs Ehrenamt

Auch, dass künftig Studenten, die als Feuerwehrleute tätig sind, wie bei Rettungssanitätern bereits üblich als Anerkennung 4 ECTS in Form der freien Studienleistung angerechnet bekommen, sei eine erfreuliche Wertschätzung des Ehrenamtes. „Und dass das JKU-Rektorat jetzt auch das von uns geforderte modulare Parkhaus — nach Wegfall von 300 Parkplätzen — ernsthaft prüft, ist vor allem für die vielen berufstätigen Studenten eine gute Nachricht“, so Kustura.

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