Viele Österreicher haben wenig Vertrauen in den Euro

57 Prozent der Menschen in Österreich haben viel Vertrauen in den Euro, 39 Prozent vertrauen der europäischen Gemeinschaftswährung nur wenig. Das hat eine Umfrage ergeben, die die Österreichische Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE) durchgeführt hat. Etwa drei Viertel der Befragten sind dennoch überzeugt, dass der Euro auch langfristig als gemeinsame Währung bestand haben wird.

„Vor 20 Jahren wurde der Euro als Bargeld eingeführt. Heute hat die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher großes Vertrauen in die gemeinsame Währung“, sagte der Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE), Paul Schmidt.

In der Anfang Dezember durchgeführten Online-Umfrage geben 57 Prozent der 800 Befragten zwischen 16 und 80 Jahren an, „sehr großes“ (15 Prozent) oder „großes“ (42 Prozent) Vertrauen in die Gemeinschaftswährung zu haben. Die Zahl jener, die „geringes“ (25 Prozent) bzw. „sehr geringes“ (14 Prozent) Vertrauen in den Euro haben, beträgt 39 Prozent. Das Euro-Vertrauen war vor allem in den Jahren 2011 bis 2012 stark rückläufig, hat sich in den Folgejahren jedoch stabilisiert und ab 2017 wieder tendenziell zugenommen. Gegenüber der letzten Umfrage von Dezember 2018 ist die Zahl jener, die dem Euro mit „sehr/großem“ Vertrauen begegnen, gleichgeblieben, die Zahl jener, die ihm „geringes/kein“ Vertrauen entgegenbringen, ist leicht gestiegen.

74 Prozent der Befragten sind davon überzeugt, dass der Euro langfristig als gemeinsame Währung Bestand haben wird. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2011. Ein knappes Viertel (23 Prozent) ist weniger optimistisch. 3 Prozent haben diese Frage nicht beantwortet.

Acht von zehn Befragten (79 Prozent) sind der Ansicht, dass der Euro für die Stellung der Europäischen Union in der Weltwirtschaft „sehr“ (49 Prozent) bzw. „eher wichtig“ (30 Prozent) ist. Weniger als ein Fünftel (17 Prozent) kann sich dieser Meinung nicht anschließen und antwortet, der Euro sei in diesem Zusammenhang „eher nicht“ (10 Prozent) oder „gar nicht“ (7 Prozent) wichtig.

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Drei Viertel der Befragten (74 Prozent) zeigen sich überzeugt, dass die gemeinsame Währung für die Entwicklung einer europäischen Identität „sehr wichtig“ (36 Prozent) bzw. „eher wichtig“ (38 Prozent) ist. Etwa ein Fünftel (22 Prozent) stimmt dem nicht zu und sagt, der Euro als identitätsstiftendes Merkmal sei „eher nicht“ (13 Prozent) oder „gar nicht“ (9 Prozent) wichtig.

Zwei Drittel der Österreicher und Österreicherinnen (67 Prozent) sprechen sich dafür aus, dass die Länder der Eurozone ihre Zusammenarbeit weiter vertiefen sollten. Ein Fünftel steht dem negativ gegenüber, 13 Prozent können diese Frage nicht beantworten. Im Vergleich zu Dezember 2018 hat sich die Zahl jener, die sich für eine Vertiefung der Zusammenarbeit aussprechen, um 8 Prozentpunkte erhöht, die Zahl jener, die nicht zustimmen, ist um 4 Prozentpunkte zurückgegangen.

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