Viele Staaten müssen ihre Corona-Ausgangssperren verlängern

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron dankte Österreich für die Aufnahme von Patienten

Während Österreich am Dienstag bereits erste Corona-Schutzmaßnahmen lockern konnte, haben viele andere Länder ihre Ausgangsbeschränkungen noch einmal verlängern müssen. Frankreich etwa stehen noch vier weitere Wochen Ausgangssperre bis 11. Mai bevor. Das hat Präsident Emmanuel Macron am Montagabend in einer Fernsehansprache verkündet.

Dabei hat er auch ausdrücklich Österreich für die Aufnahme von zwei Akutpatienten gedankt. Weiters erwähnte Macron auch noch Luxemburg, die Schweiz und Deutschland für ihre diesbezügliche Hilfe und sprach von „europäischer Solidarität“. Für die Menschen in Frankreich gilt seit Mitte März eine strenge Ausgangssperre mit nur wenigen Ausnahmen.

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Neues Ausgangsverbot in der Türkei

Auch der türkische Präsident Reccep Tayyip Erdogan hat für kommendes Wochenende eine weitere Ausgangssperre in 31 Städten und Provinzen verkündet. Erdogans frühzeitige Ankündigung am Montag kam, nachdem ein kurzfristig erlassenes Ausgehverbot am vergangenen Freitagabend zu Panik und chaotischen Szenen geführt hatte.

Innenminister Süleyman Soylu hatte deshalb sogar seinen Rücktritt angeboten, den Erdogan aber abgelehnt hat. Weiters hat das türkische Parlament einen umstrittenen Gesetzesentwurf zur Freilassung rund 90.000 Strafgefangener wegen der Corona-Krise bewilligt. Politische Gefangene sind davon jedoch ausgenommen.

Auch in Großbritannien ist laut Außenminister Dominic Raab – dieser vertritt den an Covid-19 erkrankten Premier Boris Johnson – keine Lockerung der Ausgangssperre in Sicht. Damit ist eine Verlängerung der seit 23. März geltenden Maßnahme sehr wahrscheinlich.

In Italien dürfen seit Dienstag neben Supermärkten, Apotheken und Trafiken in mehreren Regionen auch Buchhandlungen, Schreibwarenshops und Geschäfte, die Baby- und Kinderkleidung verkaufen, wieder öffnen. Ein striktes Ausgangsverbot gilt unterdessen bis 3. Mai. Auch Indien hat seine Ausgangssperren mindestens bis zu diesem Tag verlängert.

In Deutschland wollen heute Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder über erste Lockerungen der strengen Corona-Regeln sprechen, die derzeit bis 19. April befristet sind. Dabei ist im Vorfeld klar, dass es keine schnelle Rückkehr zur Normalität geben kann, sondern lediglich kleine, vorsichtige Schritte.

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