Viele Tote bei Auseinandersetzung im Südsudan

Bei einer Auseinandersetzung zwischen Soldaten und Zivilisten im Krisenstaat Südsudan sind laut UN-Angaben mindestens 70 Menschen getötet worden. Hintergrund ist ein Streit über die Entwaffnung von Zivilisten, die Teil eines Friedensabkommens ist. Am Montag hätten dann bewaffnete Zivilisten eine Militärbasis im Zentrum des Landes angegriffen, sagte ein Beamter am Dienstag.

Während dieser Kämpfe sei ein Markt geplündert worden, einige Geschäfte seien in Brand gesetzt worden, erklärte UN-Sprecher Stephane Dujarric in New York. Eine UN-Patrouille sei auf dem Weg. Die Soldaten hätten sich nun aus dem Gebiet zurückgezogen, um eine weitere Eskalation zu vermeiden, hieß es vom Militär.

Die Entwaffnung von Zivilisten gehört zum Friedensabkommen im Südsudan. 2013 brach in dem ölreichen Land in Ostafrika ein Bürgerkrieg zwischen Präsident Salva Kiir und seinem ehemaligen Stellvertreter Riek Machar aus. Mit einem Abkommen von 2018 sollte dieser Konflikt beigelegt werden. Anfang 2020 wurde dann eine schwache Übergangsregierung gebildet. Trotz des Abkommens kommt es im Südsudan immer wieder zu Kämpfen, vor allem zwischen Bevölkerungsgruppen, wobei es meist um Ressourcen wie Land geht. Nach Jahrzehnten der Konflikte sind etliche Menschen im Südsudan bewaffnet.

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