Vier Kandidaten traten noch vor Bürgermeister-Stichwahl zurück

Hinterstoder, Pinsdorf, Reichenau/Mkr. und St. Oswald wählen später

Am kommenden Sonntag wird in 72 oberösterreichischen Gemeinden bei der Bürgermeister-Stichwahl entschieden, wer neuer Ortschef wird. In vier Gemeinden wird erst später mit Ja oder Nein abgestimmt, weil jeweils ein Kandidat zurückgetreten ist.
Am kommenden Sonntag wird in 72 oberösterreichischen Gemeinden bei der Bürgermeister-Stichwahl entschieden, wer neuer Ortschef wird. In vier Gemeinden wird erst später mit Ja oder Nein abgestimmt, weil jeweils ein Kandidat zurückgetreten ist. © APA/Team fotokerschi.at

Gleich in 76 Gemeinden sind nach der OÖ-Wahl Bürgermeister-Stichwahlen nötig. In 72 Kommunen muss die Bevölkerung am kommenden Sonntag über den neuen Bürgermeister entscheiden.

In vier Gemeinden wird es eine Verzögerung geben, weil vier Kandidaten vorzeitig zurückgetreten sind und die Bürgerentscheidung über den verbliebenen Kandidaten neu ausgeschrieben werden muss.

Ja/Nein-Abstimmung über Bürgermeister

In Hinterstoder war der freiheitliche Kandidat der erste, der das Handtuch geworfen hat. Nun müssen die Stoderer am 17. Oktober mit Ja oder Nein darüber abstimmen, ob ÖVP-Kandidat Klaus Aitzetmüller neuer Bürgermeister werden soll. 50 Prozent und eine Stimme reichen dafür.

Ebenfalls am 17. Oktober entscheiden die Bürger in St. Oswald bei Freistadt und in Pinsdorf mittels Ja/Nein-Abstimmung über den künftigen Ortschef. In St. Oswald hat sich ÖVP-Kandidat Walter Kreisel zurückgezogen, zur Wahl steht nun nur noch Michael Spörker von der FPÖ.

In Pinsdorf hat wiederum FPÖ-Kandidat Jochen Wölger aufgegeben, er überlässt das Feld nun kampflos dem SPÖ-Kandidaten Jürgen Berchtaler, der im ersten Wahlgang mit 43,7 Prozent die meisten Stimmen erhalten hatte.

In Reichenau im Mühlkreis wird der neue Bürgermeister hingegen erst am 24. Oktober gewählt. Hier steht nur noch der MiR-Kandidat Peter Paul Rechberger zur Verfügung, der auf Anhieb 44,9 Prozent der Stimmen erreichte, weshalb der amtierende Bürgermeister Hermann Reingruber (ÖVP), der seinerseits auf 44,5 Prozent der Stimmen gekommen war, seine Kandidatur zurückzog.

Wenn bei den anstehenden Ja/Nein-Abstimmungen der Kandidat nicht die erforderliche Anzahl an „Ja“-Stimmen erreicht, wird der neue Bürgermeister übrigens vom Gemeinderat gewählt — so sieht es die Oö. Kommunalwahlordnung in §71 „Engere Wahl des Bürgermeisters“ vor.

Haupt-Stichwahlen finden am 10. Oktober statt

Dass auch derkommende Stichwahl-Sonntag für Überraschungen gut ist, zeigt sich am Beispiel der Dachsteingemeinde Gosau: Bei der Gemeinderatswahl hat die ÖVP in Gosau mit 33,2 Prozent der Stimmen die Mehrheit im Gemeinderat von der SPÖ (diese verlor 18,8 Prozentpunkte) übernommen.

Auch bei der anstehenden Bürgermeister-Stichwahl ist der Gosauer ÖVP-Kandidat Markus Schmaranzer Favorit fürs Amt des Bürgermeisters. „Mehr für die Einheimischen tun und die Kinderbetreuung ausbauen sind so wichtige Anliegen, wie etwa einen Stopp für Zweitwohnsitze durchzusetzen“, so Schmaranzer.

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