Vier Rekruten missbraucht: Unteroffizier angeklagt

34-Jähriger leugnet Vorwürfe – Angeklagtem drohen im Falle einer Verurteilung bis zu zehn Jahre Haft

Knapp 16 Monate hat die Staatsanwaltschaft Wels gegen einen in Hörsching stationierten Unteroffizier des Bundesheeres ermittelt, nun hat sie Anklage gegen den 34-Jährigen erhoben. Sie wirft dem Mann sexuellen Missbrauch in vier Fällen vor.

„Dem Angeklagten droht im Falle einer Verurteilung bis zu zehn Jahre Haft“, erläutert Pressesprecherin Barbara Rumplmayr im Gespräch mit dem VOLKSBLATT. Einen Prozesstermin gibt es noch nicht.

Der Unteroffizier, der seit Juni 2016 seinen Dienst am Fliegerhorst Vogler in Hörsching versah, wurde am 2. Februar 2021 vorläufig freigestellt, nachdem ein Rekrut Anzeige eingebracht und unmittelbar davor seinen Vorgesetzten informiert hatte.

Untergebene, Kameraden nach Hause eingeladen

Ihm wurde unter anderem vorgeworfen, über einen längeren Zeitraum einzelne Untergebene und auch Kameraden nach dem Dienst zu sich nach Hause eingeladen und nach dem Konsum von Alkohol unsittlich berührt zu haben.

Darüber hinaus wurde der Vorwurf überprüft, dass er sich auch während der Nachtruhe an Zimmerkameraden vergangen hat.

Laut Rumplmayer bestreitet der 34-Jährige alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Das Bundesheer leitete ein Disziplinarverfahren gegen den Unteroffizier ein.

Von Heinz Wernitznig

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