Fünf Todesopfer nach Unwettern in Spanien

Nach den schweren Unwettern an der spanischen Mittelmeerküste ist die Zahl der Toten am Freitagabend auf fünf gestiegen. Im andalusischen Almería starb ein Mann, als er mit seinem Auto in einer überfluteten Unterführung stecken blieb. Er hatte laut Presseberichten anscheinend Warnhinweise übersehen, als er in den Tunnel fuhr.

Zuvor war von vier Toten berichtet worde: Ein Mann kam in La Jámula in der Nähe von Granada ums Leben. Nachdem zunächst der Wagen des 36-Jährigen gefunden worden war, wurde einige Zeit später von einem Hubschrauber aus die Leiche des Vermissten entdeckt. Auch in der Nähe von Alicante gab es ein Opfer: Dort sei ein 58-Jähriger in den Wassermassen ertrunken, berichtete die Zeitung “El País” am Abend. Bereits am Donnerstag waren in dem Dorf Caudete zwei Menschen in ihrem Auto ums Leben gekommen.

Spaniens Innenminister Fernando Grande-Marlaska sprach vor Journalisten von einer “ernsten Lage”, rund 3.000 Einsatzkräfte von Rettungsdiensten, Polizei und Armee seien in den Katastrophengebieten. Rund 3.500 Menschen mussten wegen der Unwetter und Überschwemmungen ihre Häuser verlassen.

74 Straßen seien am Freitag wegen Hochwassers gesperrt gewesen, führte der Innenminister aus. Auf Videoaufnahmen war zu sehen, wie Rettungskräfte auf Jet-Skis durch einen überschwemmten Autobahntunnel fuhren. In Redovan in der Region Valencia wateten Einwohner durch kniehohes Wasser.

Der Flughafen der südspanischen Stadt Murcia blieb am Freitag geschlossen. 22 Flüge nach Palma de Mallorca wurden umgeleitet, wie die Flughafenbetreibergesellschaft Aena mitteilte. Der Regionalflughafen von Almería war mehrere Stunden lang geschlossen. Zwei Flüge mussten gestrichen und zwei weitere umgeleitet werden. Auch einige Zugverbindungen fielen aus.

Am heftigsten betroffen von dem Unwetter waren die Provinzen Almería, Murcia, Alicante und Valencia. An einigen Orten fielen mehr als 200 Liter Regen pro Quadratmeter. Einige Flüsse traten über die Ufer. Die Flughäfen in Almería und Murcia wurden geschlossen. In der autonomen Region Valencia fiel für rund 700.000 Schüler der Unterricht aus, wie Medien meldeten. In Cabo de Gata in der Provinz Almería musste ein Campingplatz geräumt werden. Die rund 60 Camper stammten aus verschiedenen Ländern, hieß es.

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