Vier Verletzte bei zwei Bränden in OÖ

Bewohner rettete sein Leben mit Sprung aus erstem Stock — Opfer in kritischem Zustand

Zu gefährlichen Szenen kam es in der Nacht auf gestern bei Bränden in Linz (großes Bild) und Wels.
Zu gefährlichen Szenen kam es in der Nacht auf gestern bei Bränden in Linz und Wels. © Berufsfeuerwehr Linz

LINZ/WELS — Zu gefährlichen Szenen ist es in der Nacht auf Freitag bei zwei Wohnungsbränden in Linz und Wels gekommen. In einem Fall rettete sich ein Bewohner durch einen Sprung aus dem ersten Stock. Insgesamt wurden vier Menschen verletzt.

Zustand kritisch

Den ersten Feueralarm gab es Donnerstagabend um 22.36 Uhr in einem Mehrparteienhaus in Wels. Die Flammen im Erdgeschoß griffen auch auf die Vorhänge einer Wohnung im ersten Stock über. Die Feuerwehr löschte den Brand rasch und verhinderte die weitere Ausbreitung.

Der 59-jährige Mieter im Erdgeschoß wurde schwer verletzt und nach der Ersten Hilfe durch Rettung und Notarzt ins Klinikum Wels eingeliefert. Dort liegt er auf der Intensivstation, sein Zustand soll kritisch sein. Die Brandursache war gestern noch unklar.

Hilfreicher Rauchmelder

Um 3.30 Uhr wurden die Berufsfeuerwehr und die Polizei zu einem Einsatz in einem Wohnhaus der Caritas an der Wiener Straße in Linz gerufen, in dem Menschen mit Handicap bzw. Obdachlose betreut werden.

Eine Wohnung im ersten Stock, in der sich vier Personen aufhielten, stand in Vollbrand. Eine darunter wohnende irakische Familie war durch den Rauchmelder aus dem Schlaf gerissen worden. Der 47-jährige Vater und sein Sohn (19) begannen sofort — mit nassen Tüchern über dem Kopf — die Flammen mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen.

Sprung war lebensrettend

Einer der Bewohner, ein 45-jähriger Rumäne, sprang trotz eines Gipsbeines aus dem Fenster, was ihm nach Einschätzung der Feuerwehr das Leben gerettet hat. Der Mann erlitt dabei Prellungen am rechten Unterarm und an der Hüfte, er wurde mit einer Rauchgasvergiftung ins Unfallkrankenhaus eingeliefert. Ein Atemschutztrupp der Feuerwehr barg einen Bewohner, der sich noch in der brennenden Wohnung befand.

Der 55-Jährige sollte eigentlich über eine Leiter gerettet werden. Als dies misslang wurde er mit einer Gasmaske ausgestattet und über das Stiegenhaus ins Freie gebracht. Ein 22- und ein 41-Jähriger konnten selbstständig fliehen. Die Flammen hatten aus der Wohnung bereits auf den Dachstuhl übergegriffen. Deshalb öffnete die Feuerwehr auch Teile des Daches. Ihr Einsatz dauerte rund zwei Stunden.

Zigarette als Auslöser

Ausgelöst hatte das Feuer laut den eingesetzten Brandermittlern eine nicht ausgedämpfte Zigarette. Der 41-jährige Bewohner dürfte beim Rauchen in seinem Bett eingeschlafen sein.

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