Viertel der Bevölkerung hat Migrationshintergrund

Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist in Österreich im vergangenen Jahrzehnt stark angestiegen. Das zeigen erste Daten aus dem Integrationsbericht, der am Dienstag präsentiert wird. Heute ist fast ein Viertel der österreichischen Bevölkerung (2,070.100 Personen) entweder selbst zugewandert oder hat zugewanderte Eltern.

Dieser Wert bedeutet einen Anstieg gegenüber 2010 von rund 35 Prozent. Zu tun hat das wenig überraschend auch mit der großen Flüchtlingsbewegung des Jahres 2015. Seit damals haben rund 118.000 Menschen Schutz erhalten – das ist mehr als die Zahl der Einwohner der Stadt Klagenfurt, wie im Integrationsministerium hervorgehoben wird.

Auch in den Schulen bildet sich diese Entwicklung ab. Der Anteil der Schüler mit nichtdeutscher Umgangssprache stieg seit 2010 von 17,6 Prozent auf 26,4 Prozent im Jahr 2019. Ungünstig ist die Situation am Arbeitsmarkt, was stark mit der Coronakrise zusammenhängt. Die Arbeitslosenquote von Ausländern lag im Juni 2020 um 74,2 Prozent höher als im Juni 2019, jene von Inländern stieg gegenüber dem Vergleichsmonat nur um 48,8 Prozent.

Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) findet, dass es in der Integration noch immer sehr große Herausforderungen gibt und vor Österreich “ein steiniger Weg liegt”. Neben den umfangreichen Angeboten durch den Staat brauche es deshalb auch die Bereitschaft der Zuwanderer, sich zu integrieren.

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