Formel 1 mit Rekordkalender 2021 – Österreich-GP am 4. Juli

23 Rennen mit Fans, darunter die umstrittene Premiere in Saudi-Arabien und der Österreich-Grand-Prix am 4. Juli: Die fast neunmonatige Rekordweltreise der Formel 1 im Jahr 2021 soll zur Rückkehr in die PS-Normalität werden. Die Motorsport-Königsklasse präsentierte am Dienstag nach intensiven Gesprächen mit Veranstaltern und örtlichen wie nationalen Behörden angesichts der Corona-Pandemie den provisorischen Rennkalender fürs kommende Jahr mit der Rekordzahl von 23 WM-Läufen.

Der Red Bull Ring in Spielberg, wo in diesem Jahr die Saison mit fast vier Monaten Verspätung mit zwei Rennen begonnen hatte, startete noch am Dienstag den Ticketverkauf – Frühbucher-Rabatt inklusive. „Wir planen die Events 2021 mit Fans, so dass es Erlebnisse nahe an der Normalität sein sollen“, betonte Formel-1-Geschäftsführer Chase Carey. „Wir haben bewiesen, dass wir sicher reisen und unsere Rennen durchführen können“, erklärte der US-Amerikaner, nachdem es bisher nur wenige positive Tests in der Formel-1-Blase gegeben hat. Allerdings waren auch zwei Fahrer – Sergio Perez aus Mexiko und Lance Stroll aus Kanada von Racing Point – schon betroffen.

Durch strenge Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen wurden die bisherigen Rennen aber ohne größere Komplikationen durchgeführt und teilweise auch schon wieder vor einigen Tausend Zuschauern gefahren. Viele Gastgeber würden ihre Veranstaltung nun auch dazu nutzen wollen, um der Welt zeigen zu wollen, dass es weiter vorwärtsgehe, meinte Carey.

Der Auftakt soll traditionell in Melbourne stattfinden. Der Termin für den Australien-Grand-Prix ist der 21. März 2021. In diesem Jahr war der WM-Lauf in „down under“ kurz vor dem ersten Training abgesagt worden, nachdem es Corona-Fälle im Fahrerlager gegeben hatte. Weiter soll es eine Woche später in Bahrain gehen, ehe China (11. April) an der Reihe ist.

Der 25. April ist angesetzt, der Große Preis von Vietnam findet dort laut einem Bericht der BBC und anderen Portalen zufolge aber nicht statt. Offen ist, wer einspringen könnte oder wird. Nach dem Wegfall des Klassikers in Monaco in diesem Jahr wird am 23. Mai 2021 wieder an der Cote d’Azur Gas gegeben. Während der Fußball-EM (11. Juni bis 11. Juli) finden die Rennen in Kanada, Frankreich und Österreich statt. Die Rückkehr nach Zandvoort in den Niederlanden ist für den 5. September vorgesehen, ab dem 3. Oktober (Singapur) geht es auf den finalen zweimonatigen Überseetrip mit dem Finale am 5. Dezember in Abu Dhabi.

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Eine Woche davor, am 28. November 2021, soll die Motorsport-Königsklasse ihre Premiere in Saudi-Arabien feiern. „Wir freuen uns, dass Saudi-Arabien Teil des Rennkalenders wird“, sagte Carey. Eine Entscheidung, die allerdings weiter für Diskussionsstoff sorgen wird. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatte eine Austragung zuletzt bereits scharf kritisiert.

Stattfinden soll der Grand Prix als Nachtrennen in der Hafenstadt Jeddah im Westen des Landes am Roten Meer. „Die Region ist sehr wichtig für uns“, hatte Carey jüngst erklärt und auf 70 Prozent der saudischen Bevölkerung verwiesen, die unter 30 Jahre alt sei. Man freue sich darauf, „neue Fans“ zu erschließen.

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