Vikingur Olafsson: „Mozart & Contemporaries“

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Vom preisgekrönten isländischen Starpianisten Vikingur Olafsson (37) gibt es auf seinem vierten Album bei Deutsche Grammophon überraschend Neues zu hören.

Nach Philip Glass 2017, Johann Sebastian Bach 2018 und Claude Debussy 2020 widmete er sich im heurigen Coronajahr Aufnahmen von Mozarts Musik in einer Gegenüberstellung von Werken herausragender Zeitgenossen. Man goutiert den mutigen Einfall mit Raritätswert, wird aber keineswegs enttäuscht.

Obwohl es sich um Mozarts Lieblingswerke für Olafsson wie die c-Moll Sonate KV 457 und das h-Moll Adagio KV 540 handelt. „Da brachte Mozart nicht nur die klassische Tradition zum Höhepunkt, sondern unterlief sie auch ganz subtil“, so Olafsson.

Den Schattenseiten in den Werken verleiht er eine ungewohnt dunkle Klangfärbung und gelangt bei den für Mozart so ganz aus dem Selbstverständnis heraus auftauchenden Zweideutigkeiten zu einem seltsam seelisch-emotionalen Tiefgang.

Manchmal erscheint dies des Guten etwas zu viel, aber gereicht den Konfrontationen mit Musik von Haydn, Carl Philipp Emanuel Bach und auch jener der aus Aufnahmen wenig bekannten Italiener Galuppi oder Domenico Cimarosa sehr zum Vorteil. Der experimentelle Charakter der CD kann ihr nicht abgesprochen werden, was jedoch der Vortragskunst des Pianisten keinen Abbruch tut.

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