Volle Reisewarnung für weitere vier Länder

Das Außenministerium hat wegen der Coronavirus-Epidemie für weitere vier Länder eine volle Reisewarnung ausgegeben. Die höchste Sicherheitsstufe 6 gilt nun auch für Indien, Pakistan, Südafrika und Senegal. Vor allen Reisen wird aufgrund der raschen Ausbreitung des Coronavirus gewarnt. Es wird dringend geraten – sofern noch möglich – zurückzureisen, hieß es am Samstag.

Außerdem wurde für die USA eine partielle Reisewarnung verhängt. Aufgrund der raschen Ausbreitung der Covid-19-Erkrankungen gilt eine partielle Reisewarnung (Sicherheitsstufe 5) für New York State und New Jersey – mit Ausnahme der Flughäfen John F. Kennedy und Newark – sowie ganz Louisiana. Vor Reisen in diese Gebiete wird gewarnt. Ein hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 4) gilt im Zusammenhang mit der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus und damit einhergehenden massiven Einschränkungen im Reiseverkehr im Rest des Landes. Es wird dringend geraten, von derzeit noch bestehenden Rückreisemöglichkeiten Gebrauch zu machen.

Das bedeutet, dass aufgrund der Coronavirus-Pandemie nun für 17 Länder eine Reisewarnung (Stufe 6) ausgesprochen wurde: Frankreich, Iran, Italien, Südkorea, Niederlande, Peru, Russland, San Marino, Schweiz, Spanien, Ukraine, Vatikan, Vereinigtes Königreich und jetzt eben neu dazu Indien, Pakistan, Senegal und Südafrika.

Wie das Außenministerium am Samstag erläuterte, ist Indien bereits seit 23. März im “lock down”, dessen Einhaltung landesweit von den Ordnungskräften mit aller Strenge implementiert wird. Bewegungsmöglichkeiten für Reisende sind daher nicht mehr gegeben. Arbeitslos gewordene Tagelöhner strömen derzeit in Massen und unkontrolliert aus den Städten in ihre weitabgelegenen Heimatprovinzen zurück. Es kommt immer wieder zu erheblichen Spannungen und ernsten Zwischenfällen, die vor allem Touristen in erhöhte Gefahr bringen können.

Auch in Pakistan, wo für bestimmte Grenzregionen bereits eine aufrechte partielle Reisewarnung besteht, hat sich die Lage im ganzen Land verschärft. Die Grenzen zu Indien und Afghanistan sind geschlossen. Durch regional verhängte “lock downs” ist nur mehr Güterverkehr möglich, die Implementierung strenger Quarantänebestimmungen sorgen für Unmut.

In Südafrika vollziehen die Behörden laut Außenministerium strengste Einhaltung der landesweiten Ausgangssperren mit drakonischen Maßnahmen, die auch auf Reisende angewandt werden. Der Tourismus ist zum Erliegen gekommen. Zu den Infektionsraten liegen nur wenige Daten vor, die Dunkelziffer dürfte enorm sein, das Virus breitet sich in den größten Townships sowohl in Johannesburg als auch Kapstadt aus.

Im Senegal wurden aufgrund der rasch steigenden Zahl an Covid-19-Erkrankungen weitgehende staatliche Maßnahmen zu deren Eindämmung verhängt, die zu großem Unmut in der Bevölkerung geführt haben. Das Risiko von Übergriffen gegenüber Ausländern ist insbesondere in urbanen Gebieten sehr hoch, warnte das Außenministerium.

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