Vollmond stört heuer Sichtbarkeit der Perseiden

Das Phänomen heuer nicht unter idealen Voraussetzungen © APA/AFP/ROBERT ATANASOVSKI

Weniger verheißungsvoll als in vielen Sommern davor dürfte heuer ein Blick gen Himmel zum Höhepunkt des alljährlichen Meteorstroms der Perseiden werden. Das Maximum wird für den Samstag (13. August) gegen 3.00 Uhr erwartet. In der Nacht davor ist allerdings Vollmond. Aufgrund der entsprechend stark leuchtenden Konkurrenz am Nachthimmel reduziert sich die Sichtbarkeit der Sternschnuppen erheblich, heißt es seitens der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA).

Immer Mitte August kreuzt die Erde die Bahn des Kometen 109P/Swift-Tuttle, dessen Staubspur den Sternschnuppen-Regen der Perseiden erzeugt. Das geschieht, weil die Staubkörner mit ungefähr 60 Kilometern pro Sekunde mit der Erdatmosphäre kollidieren. Dort verdampfen sie in großer Höhe und bringen dabei die Luft hinter sich zum Leuchten. Der Name „Perseiden“ kommt daher, weil es so aussieht, als würden Sterne aus dem Sternbild des Perseus fallen.

Der Meteorstrom wird auch „Tränen des Laurentius“ genannt, weil sein Erscheinen mit dem Namenstag des Märtyrers Laurentius am 10. August zusammenfällt und als Tränen des Himmels über dessen Martyrium gedeutet wurden. Das Sternbild geht Mitte August spätabends im Nordosten auf und steigt bis zur Morgendämmerung in die Osthälfte des Himmels.

Heuer wären in der Nacht von Freitag auf Samstag die Voraussetzungen auf Beobachtungen am besten, da das Maximum bei Dunkelheit zu erwarten ist. Ganz so finster, wie es Interessierte gerne hätten, wird es jedoch nicht. Der Vollmond-Termin am 12. August um 3.36 Uhr stört „in den Nächten um das Maximum die Beobachtung dieses Meteorstroms im heurigen Jahr erheblich“, so WAA-Präsident Alexander Pikhard: „Unter diesen Bedingungen sind nur die hellsten Meteore mit freiem Auge zu sehen, somit dürfen wir heuer auch an dunklen Beobachtungsorten nur wenige Erscheinungen pro Stunde erwarten.“

Angesichts dessen, der anhaltenden Covid-19-Pandemie „und nicht zuletzt wegen der anhaltenden Trockenheit“, die vielerorts Waldbrandgefahr mit sich bringt, rät die WAA von „Perseiden-Partys“ ab. Wie schon in den vergangenen beiden Jahren veranstaltet man daher kein gemeinschaftliches Sternschauen auf der Wiener Sophienalpe, wo sich in der Vergangenheit zu dem Ereignis mitunter Tausende Interessenten getroffen haben.

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waa.at

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