Von der Loipe in die ORF-Kabine

Ex-Biathlet Dominik Landertinger über sein Leben nach dem Profisport

Dominik Landertinger tauschte Langlauf-Ski und Gewehr gegen das ORF-Mikrofon.
Dominik Landertinger tauschte Langlauf-Ski und Gewehr gegen das ORF-Mikrofon. © ORF, APA/EXPA/Adelsberger

Während Österreichs Biathleten bisher noch nicht in absoluter Topform agierten, macht das ein Ex-Kollege schon seit Saisonbeginn — nämlich Dominik Landertinger als neuer ORF-Experte. „Es taugt mir volle, lässig“, meinte der 32-jährige gebürtige Oberösterreicher. Nervös war er nur bei der Premiere.

Im April gab der Massenstart-Weltmeister von 2009 wegen Rückenproblemen sein Karriereende bekannt und bereut es bis heute nicht. „Der Punkt, an dem ich aufgehört habe, war perfekt“, betonte Landertinger. Der Beweis: Es kribbelt nicht mehr, wenn die Leistungen seiner ehemaligen Weggefährten im Fernsehen kommentiert und bewertet werden. Dabei kommt er übrigens ganz schön ins Schwitzen. „Wenn du zwei Rennen moderierst bist du eigentlich fertig im Kopf. Das habe ich unterschätzt“, gab er zu.

Ob es schwer ist, über die Ex-Kollegen zu sprechen? „Da tue ich mir relativ leicht, weil ich die Leistung kommentiere, ob sie nun schlecht ist oder gut. Ich versuche aber einen Einblick zu geben, was eine Leistung wert ist.“ Ein 13., 14. Platz werde oft als nicht gut bewertet, dabei sei das im Biathlon aufgrund der Dichte „eine Megaleistung“.

Landertingers neue Pläne

Eine solche vollbrachte Landertinger am Ende seiner Karriere mit WM-Bronze im Einzel im Februar. Leistungsvergleiche hat er mit seinem neuen Leben hinter sich gelassen — neben Familie (einen Sohn) und Studium (Betriebswirtschaft) sei er ein „guter Hobbysportler“ ohne den „permanenten Druck“. 2021 wagt der vierfache Olympia-Medaillengewinner (2x Silber, 2x Bronze) den Schritt in die Selbstständigkeit. Landertinger will in seiner Heimat Fieberbrunn mit einem Team eine Rundumbetreuung von der Leistungsdiagnostik bis zur Ernährung für Sportler anbieten.

Ab heute (Herren-Sprint, 14.15) ist er aber wieder für den ORF beim zweiten Hochfilzen-Wochenende im Einsatz.

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von Tobias Hörtenhuber

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