Von der Schublade aufs Nachtkästchen

Palmers setzt vermehrt auf Deko statt Unterwäsche – Schutzmaskenproduktion wird ausgeweitet

Neben den Dessous verkauft Palmers jetzt auch das Rundherum fürs Schlafzimmer.
Neben den Dessous verkauft Palmers jetzt auch das Rundherum fürs Schlafzimmer. © Palmers/Harringer/Speedlight

„Sex sells holt niemanden mehr hinter dem Ofen hervor“ – beim Wäschekonzern Palmers wird auf neue Wege gesetzt. Neben Spitzenunterwäsche will man künftig mit Deko-Artikeln bei den Kunden punkten – unter anderem in dem neuen Flagshipstore an der Linzer Mozartkreuzung.

Auch wenn die Nachtwäsche das Hauptgeschäft bleibt, setze man nun einen neuen Schwerpunkt. Der Entwicklung in diese Richtung seien keine Grenzen gesetzt, betont Luca Wieser, der nach dem Rückkauf des Konzerns im Jahr 2015 nun das Geschäft mit Tino Wieser und Matvei Hutman leitet. Von der Bettwäsche bis zum Geschirr reicht das Angebot, das nun auch in Linz bei Palmers angeboten wird –es ist der zweite derartige Standort nach Parndorf in Österreich. Weitere Shops mit diesem Segment sind in Planung.

Influencer sollen helfen

Beim Marketing bedient sich Palmers vermehrt Influencern. Man suche dabei aber nach strategischen und langfristigen Partnerschaften, die über eine monetäre Zusammenarbeit hinausgehen, wird betont. Budgetär sollen sich die Influence-Aktivitäten im Rahmen der gesamten Social Media Strategie nicht drastisch auswirken, heißt es.

25 Millionen Masken

Während die Corona-Krise vor allem das Online-Geschäft bei Palmers befeuerte, wurde auch ein neuer Geschäftszweig erschlossen. Mit der Lenzing AG stampfte man nach nur vier Wochen Planung am ehemaligen Standort in Wiener Neudorf eine Schutzmasken-Produktion aus dem Boden. Aktuell werden 15 Millionen Masken pro Monat produziert, in naher Zukunft soll auf 25 Millionen aufgestockt werden. 4,5 Millionen Euro wurden in das Gemeinschaftsprojekt investiert, auch eine weitere Ausweitung der Produktion sei möglich, so Wieser.

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