Von der Wickel-Wasch-Kombination bis zur Highend-Badewanne

Kreativer Forscherdrang in der Corona-Zeit an der Kunstuniversität Linz

Badewanne, die alle Stückeln spielt: Highend-Flucht aus dem Corona-Alltag
Badewanne, die alle Stückeln spielt: Highend-Flucht aus dem Corona-Alltag © Martin Schwab

Eine Wickel-Wasch-Kombination für Säuglinge, ein mitdenkender Bürosessel und eine Highend-Badewanne: Industrial-Design-Studierende der Kunstuniversität Linz haben sich in der pandemischen Ausnahmesituation dem Themenfeld Körperpflege und Hygiene gewidmet.

Student Philip Mühlbacher hat einen Wickeltisch entworfen, der es buchstäblich in sich hat: Unter der Auflage zum Windelwechseln verbirgt sich platzsparend eine Badewanne, in die rollbare Kombination sind Heizung und Waage eingebaut. Die Kommode ist höhenverstellbar und damit rückenschonend.

Eine Wanne, angelehnt an Japans Badekultur

Einem anderen Themenfeld, das gerade in Zeiten des Home Office Hochkonjunktur feiert, hat sich Dominic Walser angenommen: Die Ausstattung in den eigenen vier Wänden hinkt jener im Büro oft weit hinterher, nicht selten sind Haltungsprobleme die Folge. Walsers Sessel verfügt neben der obligaten ergonomischen Form über eine Alarmfunktion.

Nach einem frei wählbaren Zeitraum wird man per Vibration daran erinnert, schonend zu sitzen. Eskapistisch hat Martin Schwab seine Wanne angelegt: Angelehnt an Japans Badekultur gibt es zwei Bereiche, einen zur Reinigung und einen zur anschließenden Entspannung.

Ein integrierter Bildschirm, der individuelle Wunschprogramme abspielt, unterstützt zusätzlich dabei, dem Lockdown temporär zu entfliehen.

Cleaning Cube und Sound Chair

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Was die Kunstuni-Kreativen sonst noch ersonnen haben? Einen Cleaning Cube fürs Raumklima (Anna-Sophie Pernsteiner und Benedikt Müller), einen modularen Kulturbeutel für Bergsteiger (Patrick Schmuck) und einen Sound Chair zum Entspannen (Elias Pernhaupt).

„Das sind nur drei weitere von zahlreichen Beispielen für den Einfallsreichtum unserer Studierenden. Die erschwerten Bedingungen haben den Gestaltungsdrang offenbar noch einmal beflügelt, vielen Entwicklungen fehlt nicht mehr viel bis zur Marktreife“, erklärt der Leiter der Abteilung Industrial Design, Mario Zeppetzauer.

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