Vor der Kür muss Österreich zum WM-Auftakt die Pflicht erledigen

Gegen Saudi-Arabien darf sich Handball-Team keinen Patzer erlauben

Boris Zivkovic (r.) ist heute mit Österreich zum Auftakt der Handball-WM gleich gefordert.
Boris Zivkovic (r.) ist am Freitag mit Österreich zum Auftakt der Handball-WM gleich gefordert. © ÖHB-Gruber

Es ist ein Pflichtsieg, der für Österreichs Handballmänner zum Auftakt der WM in Deutschland und Dänemark am Freitag (18, live ORF Sport +) am Programm steht: Mit Saudi-Arabien wartet in Herning der krasse Außenseiter in Gruppe C, Teamchef Patrekur Johannesson gab sich dennoch vorsichtig. „Ein unangenehmer Gegner“, warnte der Isländer, der mit seiner Truppe den Hauptrundenaufstieg anpeilt. Dafür darf man sich in den Pflichtübungen gegen die Saudis und Chile am Samstag (15) keinen Ausrutscher erlauben, ehe dann die Kür gegen die wesentlich härteren Brocken Norwegen und Dänemark folgt.

Dass Rot-Weiß-Rot das bisher einzige Duell mit Saudi-Arabien vor fast 22 Jahren mit 25:32 verloren hat, ist ohne Belang. Aussagekräftiger ist wohl, dass man im vorletzten Test Bahrain mit 31:22 in die Schranken wies. Jene Mannschaft, die bei den Asien-Meisterschaften vor einem Jahr im Halbfinale die Saudis mit 24:22 schlug. „Sie spielen ein wenig wilden Handball“, meinte Johannesson. Die Saudis stehen ausschließlich im Heimatland unter Vertrag, für Europäer quasi eine Mannschaft ohne Gesicht.

Zwar ist es bereits die neunte WM für das Team von der Halbinsel, mehr als Platz 19 war bisher aber nicht möglich. „Sie können auch Handball spielen. Taktisch ist das nicht so kompliziert, es gibt viele 1:1-Situationen“, betonte der österreichische Teamchef.