Voraussetzungen für ein gutes Schwammerljahr sind exzellent

Erste Steinpilze und Eierschwammerl sprießen bereits in den oö. Wäldern – Wäre in Kombination mit Nässe bester Nährboden

Das Schwammerlsuchen ist bei Groß und Klein beliebt.
Das Schwammerlsuchen ist bei Groß und Klein beliebt. © DoraZett - stock.adobe.com

War es in den vergangenen Jahren im Frühling meist zu warm und zu trocken, kam heuer die nass-kühle Witterung im April und Mai den Pilzen in den heimischen Wäldern durchaus zupass.

„Wenn es in den nächsten zwei, drei Wochen nicht zu heiß und trocken wird, dürfen wir zurecht mit einem guten Schwammerljahr rechnen“, sagt Otto Stoik, Leiter der Mykologischen Arbeitsgemeinschaft am Biologiezentrum Linz, im Gespräch mit dem VOLKSBLATT.

Aktuell sprießen laut dem Experten bereits die ersten Steinpilze und Eierschwammerl im Süden Oberösterreichs sowie im Mühlviertel.

Am 15. und am 23. Juni finden die nächsten Pilzwanderungen des Biologiezentrums im Raum Schlierbach statt, die nun im Zuge der Corona-Lockerungen wieder mit mehr Teilnehmern stattfinden dürfen.

Steigendes Interesse am Schwammerlsuchen

Laut Stoik sind immer mehr Menschen als Schwammerlsucher in den heimischen Wäldern unterwegs. Dabei gehe es nicht nur um Bewegung an der frischen Luft, sondern auch um das Wissen, dass die vitaminreichen Köstlichkeiten gesund sind.

Verstärkt würden die Schwammerl und Pilze auch als Fleischersatz geschätzt. Zudem steigt laut dem Experten die Zahl jener Personen, die Austernpilze oder andere Delikatessen gezielt züchten.

Speziell für junge Landsleute, die sich erstmals auf die Schwammerlsuche begeben wollen, hat der Experte einen Tipp parat: Finger weg von Pilz-Apps!

Diese seien zu ungenau, weshalb die Gefahr von falschen Ergebnissen droht. Und das könnte fatal für die Gesundheit enden.

Von Heinz Wernitznig

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