Vorfreude pur: „Man spürt jetzt das Kitzeln“

Am Freitag hebt Österreichs Nationalteam nach London ab, wo am Samstag Italien wartet

EURO 2020: TRAINING DES FB-TEAMS IN SEEFELD

„Jedem Spieler wird das Adrenalin bei den Ohrwaschln herausspritzen“ — so brachte Offensivspezialist Christoph Baumgartner die Vorfreude im österreichischen Nationalteam auf das EM-Achtelfinale am Samstag gegen Italien auf den Punkt.

Nachdem auch am Mittwoch noch die Regeneration nach dem intensiven Ukraine-Spiel im Vordergrund gestanden war, ist der volle Fokus seit Donnerstag der Squadra Azzurra gewidmet. Am Freitag tritt die ÖFB-Auswahl die Reise nach London an.

„Wir haben es ein, zwei Tage genossen. Aber jetzt spürt man schon das Kitzeln“, schilderte Baumgartner und sprach von „purer Vorfreude“. „Ein Achtelfinale bei einer EM ist etwas ganz Großes, für ganz Österreich und natürlich auch für uns Spieler“, pflichtete Marko Arnautovic bei.

„Hört sich brutal an“

Die beiden werden auch gegen Italien zwei absolute Schlüsselfaktoren im heimischen Offensivspiel darstellen. Zumal die Azzurri neben ihrer unter Teamchef Roberto neu gewonnenen Angriffsstärke ein echtes Defensivbollwerk zu bieten haben.

Vor dem jungen Top-Goalie Gianluigi Donnarumma (22) räumen die routinierten Innenverteidiger Giorgio Chiellini (36) und Leonardo Bonucci (34) ab. Seit elf Partien ist Österreichs Nachbar ohne Gegentor, auf den Rekord von Dino Zoff über 1143 Minuten von 1972 bis 1974 fehlen noch exakt 89 Minuten. „Das hört sich alles brutal an“, meinte Arnautovic. „Aber das sollte uns egal sein, wir müssen unser Spiel durchziehen.“

Die „jungen Buam“ gegen „ältere Herren“

Auch Baumgartner sah durchaus Möglichkeiten, den italienischen Riegel zu knacken. „Es spielen doch zwei ältere Herren in der Innenverteidigung, die vielleicht nicht mehr so extrem beweglich sind. Da werden wir jungen, spritzigen Buam aus Österreich versuchen, reinzustechen“, kündigte der 21-Jährige, der sich von seinem Zusammenprall gegen die Ukraine wieder vollständig erholt hat, an.

Der Hoffenheim-Legionär verglich die Aufgabe ein Stück weit mit Spielen gegen den FC Bayern, gegen die er bereits zwei Siege einfahren konnte. Das Wichtigste sei, mutig aufzutreten und sich im Ballbesitz etwas zuzutrauen. „Dann kann man auch gegen übermächtige Gegner gewinnen.“

Torte für Alaba

Zumindest eine Mini-Fete ging bereits am Donnerstag im ÖFB-Camp in Seefeld vonstatten. David Alaba feierte seinen 29. Geburtstag. „Wir haben eine Torte für ihn organisiert“, erzählte Kumpel Arnautovic.

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