Siege für Serena Williams und Medwedew bei US Open

Serena Williams steht bei den US Open in New York im Achtelfinale. Die 38-jährige US-Amerikanerin gewann am Samstag ihre Drittrunden-Partie gegen ihre Landsfrau Sloane Stephens mit 2:6,6:2,6:2 und hat damit weiter ihren 24. Grand-Slam-Titel im Visier. Williams verwandelte gegen die US-Open-Siegerin von 2017 nach 1:43 Stunden ihren ersten Matchball.

Im Achtelfinale am Montag trifft die langjährige Nummer eins der Welt auf die Griechin Maria Sakkari. Gewinnt Williams in New York, zieht sie nach Grand-Slam-Siegen mit der Australierin Margaret Court gleich. In den vergangenen beiden Jahren hatte Williams bei den US Open jeweils im Finale verloren.

Bei den Herren erreichte Vorjahresfinalist Daniil Medwedew problemlos das Achtelfinale. Der als Nummer drei gesetzte Russe setzte sich am Samstag in New York gegen den 21-jährigen US-Amerikaner J.J. Wolf mit 6:3,6:3,6:2 durch. Medwedew benötigte nur 1:48 Stunden für seinen Erfolg. Der 24-Jährige trifft nun am Montag auf den Gewinner des Duells zwischen dem US-Amerikaner Frances Tiafoe und Marton Fucsovics aus Ungarn. Im vergangenen Jahr hatte Medwedew in einem spektakulären Finale in fünf Sätzen gegen den Spanier Rafael Nadal verloren.

Dafür scheiterte bei den Herren überraschend der als Nummer 8 gesetzte Spanier Roberto Bautista Agut. Letzterer musste sich nach 3:40 Stunden und einem Fünf-Satz-Thriller dem überraschend starken Kanadier Vasek Pospisil mit 5:7,6:2,6:4,3:6,2:6 beugen. Der Weltranglisten-94. hatte zuvor auch Landsmann und New-York-Masters-1000-Finalist Milos Raonic ausgeschaltet. Nun ist der 30-Jährige ein möglicher Viertelfinal-Gegner von Dominic Thiem.

Pospisil trifft auf einen anderen Überraschungsmann: Der Australier Alex de Minaur hat allerdings schon öfter auf sich aufmerksam gemacht. Diesmal mit einem Fünf-Satz-Sieg über den als Nummer 11 gesetzten Russen Karen Chatschanow.

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Weiter kam hingegen der als Nummer 6 gereihte Italiener Matteo Berrettini. Dieser freute sich neben einem Dreisatz-Sieg über Christian Ruud (NOR-30) auch über seinen wohl größten Fan. Trotz Zuschauerbann wegen der Coronakrise hatte Giovanni Bartocci, ein Restaurantbesitzer in Manhattan, Berrettini außerhalb des Zauns lautstark mit Mikrofon und Lautsprechern angefeuert. “Ich glaube, es gab niemanden, der ihn nicht gehört hat”, erzählte Berrettini lächelnd.

Bartocci, dessen Restaurant der Italiener im Vorjahr auch besucht hatte, war schon im Vorjahr bei Berrettinis Lauf ins Halbfinale einmal in der Spielerbox gesessen. Nachdem das Restaurant dieses Jahr von einem Feuer zerstört worden ist, kündigte Berrettini an, dass er dem Mann “ein bisschen aushelfen” werde. Berrettini trifft nun auf den starken Russen Andrej Rublew.

Ob er dann wieder auf Court 17 spielen wird, wo man Bartoccis Anfeuerungsrufe hören kann? “Aber warum nicht, das wäre großartig und es wäre nett, ihn wieder zu hören”, so Berrettini.

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