VW ID.4 GTX – Gran Turismo plus Offroad

Unterwegs mit der vielseitig einsetzbaren, 299 PS starken Allradvariante des VW ID.4 mit der Zusatzbezeichnung GTX.

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Als „großen Schritt auf unserem Weg zu nachhaltiger Elektromobilität für alle“ präsentierte VW den ID.4, jenen 4,58 Meter langen Stromer, der als SUV wuchtig auf seinen serienmäßigen 21-Zöllern steht.

Der fast schon martialische Anblick des wuchtigen Fünfsitzers täuscht aber darüber hinweg, dass der ID.4 im Grunde seines Herzens ein fröhlicher Geselle ist, was unter anderem an dem angedeuteten Grinser und den zwinkernden LED-Leuchten an der Front ersichtlich ist.

Typenschein

VW ID.4 GTX

Preis: ab € 57.800,- inkl. Steuern und Abgaben; Testwagenpreis € 63.808,40 unter anderem inklusive Anhängevorrichtung € 1006,80, Design-Paket „Plus“ € 1291,20, Infotainment-Paket „Plus“ € 1708,80 und Sport-Paket „Plus“ € 1316,40; einen VW ID.4 gibt es ab € 48.470,- NoVA/Steuer: 0 %/ € 0,- jährlich Garantie: 5 Jahre bis max. 100.000 km, 3 Jahre Lackgarantie, 12 Jahre gegen Durchrostung, 2 Jahre Reparatur-Gewährleistung auf Werkstattarbeit, Originalteile und Originaltauschteile, 8 Jahre bis max. 160.000 km auf den Akku Service: alle 30.000 km oder jedes Jahr

Technische Daten: Motor: je ein Elektromotor an Vorder- und Hinterachse, 220 kW/299 PS Maximalleistung, 77 kW/105 PS 30-Minuten-Leistung, max. Drehmoment vorne 162 Nm, max. Drehmoment hinten 310 Nm Getriebe: Eingangautomatik Antrieb: Allradantrieb Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h Beschleunigung 0-100 km/h: 6,2 s Leistungsgewicht: 7,61 kg/PS WLTP-Verbrauch: 18,8 kWh VOLKSBLATT-Testverbrauch: 20,3 kWh

Eckdaten: L/B/H: 4582/1852/1619 mm Radstand: 2769 mm Eigen-/zul. Gesamtgewicht: 2277/2750 kg Anhängelast gebr./ungebr. 1200/750 kg Kofferraum: 543-1575 Liter Akku: 77 kWh (netto) Reifen: 4 x 255/40 R21 102T auf 21“-Alus

Sicherheit: Regelsysteme: ABS/EBV/ESP/ASR/BA/BSD/RSR/LKA/ACC Airbags: 8

Geländedaten: Bodenfreiheit: 171 mm Böschungswinkel vorne/hinten: 16,5°/18,3° Rampenwinkel: 13,8°

Das SUV zeigt sich dann auch innen freundlich, hell und großzügig – so sitzen auch die Passagiere im Fond kommod und mit 543 Litern Fassungsvermögen offenbart der ID.4 seine Familientauglichkeit.

Die Cockpitanzeigen sind spartanisch gehalten. Lediglich ein kleines digitales Display – das nur bedingt konfigurierbar ist – gibt Meldung unter anderem über Geschwindigkeit, Reichweite und Routenoptionen. Rechts daneben haben die VW-Designer den Ganghebel positioniert.

Dort lässt sich auch die Rekuperation einstellen: D für „normales“ Rekuperieren und B für starkes Rekuperieren, wobei der ID.4 vorausschauend die kinetische Energie in den 77 Kilowattstunden-Akku zurückschleust; beispielsweise vor 70er-Zonen auf der Landstraße. Das Gros der Infos befindet sich gebündelt im mittig platzierten und leicht zum Fahrer gerichteten Touchscreen. Dort hat man die Bedienlogik nach wenigen Sekunden überrissen. Der Ärger kommt nur auf, weil das System speziell nach dem Start unfassbar langsam ist.

Das Gegenteil von diesem System ist die Beschleunigung. Die maximal 299 PS bringen den ID.4 binnen 6,2 Sekunden auf Tempo 100. Und generell gilt: Das SUV präsentiert sich fahrtechnisch wie aus einem Guss.

So nimmt der ID.4 auch flotte Kurven dank seiner direkten, aber nicht gerade leichtgängigen Lenkung optimal. Der tiefe Schwerpunkt sorgt darüber hinaus für eine satte Straßenlage. Überraschend niedrig ist bei moderater Fahrweise der Verbrauch.

Bei fast schon unerlaubtem Autobahntempo gönnt sich der Allrad-ID.4 mehr als 25 Kilowattstunden je hundert Kilometer. Im Alltag lässt sich der 2,3-Tonner mit gut 20 Kilowattstunden je hundert Kilometer bewegen. Das bringt eine reale Reichweite von knapp 400 Kilometern und somit mehr als genug für die täglich üblichen Wege.

GTX heißt das Kürzel, das auf die zwei Motoren und den Allradantrieb hinweist. Das bewirkt, dass der schnittige Fünftürer auch im Gelände seine Aufgaben mit Bravour erfüllt und mit gebremstem Anhänger schafft der Wagen eine ansehnliche Anhängelast von 1,2 Tonnen.

57.800 Euro kostet die sportliche Variante des ID.4 ab Werk. Mit ein paar Zusatzpaketen klettert der Preis auf knapp 64.000 Euro. Das ist zwar kein Klacks, aber im Großen und Ganzen passt das Preis-Leistungs-Verhältnis. Top ist zudem die Ausrüstung mit Assistenzsystemen und die Sicherheitsausstattung: Verkehrszeichen- und Müdigkeitserkennung, automatische Notbremssysteme und ein zentraler Airbag zwischen Fahrer- und Beifahrersitz – um nur einiges zu nennen – lassen keine Wünsche offen.

Fazit

Optisch feiner, gut verarbeiteter Familienwagen mit sportlichen Ambitionen. Der Reichweitenangst zieht der Zwickauer (dort läuft er vom Band) mit großem Akku und niedrigem Verbrauch auch die Zähne.

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