WAC aus Pole Position in den Dreikampf um die Meistergruppe

Der WAC geht aus der Top-Position in den Dreikampf um zwei offene Plätze in der Bundesliga-Meistergruppe. Zwei Punkte Vorsprung auf Hartberg und einen auf die WSG Tirol haben die Wolfsberger vor dem Finale des Grunddurchgangs vorzuweisen. Schon bei einem Remis bei der Austria am Sonntag (17.00 Uhr) sind die Lavanttaler oben mit dabei. Jeweils Heimvorteil haben Hartberg (gegen St. Pölten) und Tirol (gegen Rapid). Schlusslicht Admira empfängt Sturm, Altach spielt gegen Ried.

Eine Vorentscheidung hatte der WAC in der Vorwoche durch die 3:5-Heimniederlage gegen die Wattener verpasst. „Das haben wir leider vergeigt. Jetzt ist es so, dass wir vor einem Endspiel stehen, in dem alles passieren kann“, sagte der Wolfsberger Interimscoach Roman Stary. „Die Mannschaft hat in den letzten Jahren mit Entscheidungsspielen sehr gut umgehen können. Wenn es ‚entweder, oder‘ geht, waren sie immer voll da.“ Bei der Austria fehlt mit Benedikt Pichler der wichtigste Mann in der Offensive. Der Angreifer wurde nach seiner Rote Karte im Spiel gegen Sturm Graz für fünf Spiele gesperrt. Austria-Coach fest Peter Stöger sprach von einer „unangenehmen Situation“. Pichler sei immerhin ein wichtiger Spieler für die Austria geworden. Nun wird er fast die Hälfte der Spiele in der Quali-Gruppe verpassen.

Noch 90 Minuten fehlen zum Glücksmoment mit Planungsgarantie. So sieht Thomas Silberberger die Ausgangssituation seiner WSG Tirol vor dem Showdown zuhause gegen Rapid. Als Tabellensechster haben die Tiroler den Einzug in die Meistergruppe selbst auf dem Fuß. „Wir haben jetzt das ultimative Endspiel. Darauf freuen wir uns. Dieses Spiel ist für den Verein von existenzieller Bedeutung. Mit dem Einzug in die Meisterrunde würden wir uns drei bis vier Monate Zeit ersparen. Im letzten Jahr haben wir binnen drei Wochen eine Mannschaft hinklatschen müssen“. Wie man Rapid schlägt, hat die WSG beim 3:0 in Wien am 13. Dezember vorexerziert. Rapid ist auswärts seit drei Spielen sieglos, was am Zugang von Dietmar Kühbauer nichts ändert. „Wir wollen in jedem Spiel als Sieger vom Platz gehen. Das ist auch diesmal unser Ziel.“

Für den TSV Hartberg ist die Aufgabenstellung vor der abschließenden Runde des Grunddurchgangs glasklar. Ein Heimsieg gegen den SKN St. Pölten ist für die Oststeirer Pflicht, um im Dreikampf um einen Platz in der Meistergruppe noch mitzureden. Hartberg wäre dann zum zweiten Mal in Folge oben mit dabei. Markus Schopp wollte Aufregung vor dem Spiel tunlichst vermeiden. „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und sind gut beraten, uns nicht mit den anderen Spielen zu beschäftigen“, sagte Hartbergs Trainer. Die Niederösterreicher wollen noch den einen oder anderen Zähler in die Quali-Gruppe mitnehmen. „Wir wissen natürlich auch um die Situation, in der Hartberg steckt. Sie müssen gewinnen, wenn sie oben dabei sein wollen. Das sollte uns wiederum Umschaltmomente bieten“, meinte Trainer Robert Ibertsberger.

Im letzten Spiel vor der Punkteteilung kommt es in Vorarlberg zu einem wichtigen Duell im Abstiegskampf. Der SCR Altach und die SV Ried bemühen sich um eine möglichst gute Ausgangsposition, mit einem Auswärtssieg würde Ried die Rheindörfler wieder überholen. Die wollen allerdings den Aufwärtstrend unter Trainer Damir Canadi bestätigen. Statistisch spricht fast alles für die Heimischen, die sogar wieder Zuschauer begrüßen dürfen. Unter Canadi feierte Altach zuletzt zwei 1:0-Auswärtssiege in St. Pölten und Wolfsberg, zu Hause gegen den LASK setzte es dazwischen eine 0:1-Niederlage. Die Rieder haben eine insgesamt positive Bundesliga-Bilanz gegen Altach, in den vergangenen neun Runden aber keinen einzigen Sieg feiern dürfen und zuletzt dreimal in Serie verloren. Dem angezählten Cheftrainer Miron Muslic wurde mit Andreas Heraf ein erfahrener Co-Trainer zur Seite gestellt.

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Die Admira strebt für den Abstiegskampf noch dieselbe Startreihe an. Schafft der aktuelle Tabellenletzte zum Abschluss des Grunddurchgangs gegen Sturm Graz einen Sieg und punktet Ried in Altach nicht, so gehen die Admira und Ried nach der anschließenden Punkteteilung gleichauf in die zehn Spiele umfassende Qualifikationsrunde. Gegner Sturm ist fix Vierter und hat in der Südstadt noch Bonuspunkte für die Meisterrunde im Visier. Obwohl die Admira von den vergangenen zehn Partien nur eine gewonnen hat und beim 1:3 in Salzburg zuletzt chancenlos war, meinte Trainer Damir Buric danach: „Wir sind in der Lage jeden anderen Gegner zu schlagen.“ Sturm siegte im ersten Saisonduell mit 3:0, hat in der Fremde aber seit dem 5. Dezember – einem 4:0 bei Austria Wien – in fünf Partien nicht gewonnen.

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