WAC freut sich auf EL-„Finalspiel“ gegen Feyenoord

Der WAC greift am Donnerstag (21.00 Uhr) im Klagenfurter Wörthersee-Stadion nach einem historischen Erfolg. Schon ein Unentschieden gegen Feyenoord Rotterdam würde reichen, um als Zweiter der Gruppe K ins Sechzehntelfinale der Fußball-Europa-League einzuziehen und damit erstmals in der Clubgeschichte im Europacup zu überwintern.

Trainer Ferdinand Feldhofer will diese Gelegenheit beim Schopf packen. „Wir haben uns dieses Endspiel verdient, unsere sieben Punkte sind nicht hoch genug einzuschätzen. Jeder von uns weiß Bescheid über die Chance, die wir haben, aber jeder weiß auch, welcher Brocken auf uns zukommt“, erklärte der Steirer.

Feyenoord hält in der Europa League bei fünf Zählern und liegt in der niederländischen Meisterschaft nach elf Runden auf Platz vier, vier Punkte hinter Spitzenreiter Ajax Amsterdam. In der Liga ist die Mannschaft von Coach Dick Advocaat noch ungeschlagen, allerdings steht die Bilanz aus den jüngsten vier Bewerbspartien bei drei Remis und einer Niederlage. „Da merkt man eben, dass auch Feyenoord eine sehr hohe Belastung hat“, meinte Feldhofer.

Beim WAC machte sich zuletzt beim 1:4 in Innsbruck gegen WSG Tirol ebenfalls eine gewisse Müdigkeit bemerkbar. „Das ist einfach so, und wir nehmen es auch an. Natürlich war ich verärgert über das Ergebnis, doch es war zu erwarten, dass so etwas passieren kann“, sagte Feldhofer. Deshalb habe er auch auf eine detaillierte Analyse des Sonntag-Auftritts verzichtet. „Dazu fehlt uns im Moment ohnehin die Zeit.“

Der Fokus liegt ausschließlich auf Feyenoord. „Wir sind in diesem Match so wie in den fünf Europa-League-Spielen davor Außenseiter“, betonte der WAC-Coach, dessen Truppe im ersten Duell in Rotterdam einen 4:1-Erfolg gelandet hatte. Daheim lief es für die Wolfsberger auf internationaler Ebene weniger gut – nach ihren bisherigen fünf Partien in der Europa-League-Gruppenphase auf eigenem Terrain hält der WAC bei zwei Unentschieden und drei Niederlagen.

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Sollte die Negativserie enden und der erste Sieg eingefahren werden, wäre dies auch eine persönliche Genugtuung für den bei seinem Amtsantritt im vergangenen Winter kritisch beäugten Feldhofer. „Wenige haben mir zugetraut, dass ich überhaupt den Sommer überstehe“, sagte der 41-Jährige. Im Mittelpunkt stehe aber nicht sein eigenes Wohlergehen, sondern jenes des Vereins. „Ein Aufstieg wäre ein Meilenstein, der größte Erfolg für den Club und für die Spieler – und auch für mich als Trainer.“

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