WAC gegen Altach vor nächstem Schritt Richtung Meistergruppe

Der WAC hofft am Samstag im Heimspiel gegen den Vorletzten SCR Altach auf den nächsten Schritt in Richtung Meistergruppe der Fußball-Bundesliga. Mit einem Sieg über die Vorarlberger würden die Kärntner ihren Platz unter den Top sechs festigen. Für das Schlusslicht Admira steht zum Frühjahrsauftakt vor der Heimpartie gegen Wacker Innsbruck viel auf dem Spiel.

Vier Runden vor der Teilung beträgt der Vorsprung des Tabellenvierten WAC auf den Siebenten Hartberg vier Punkte. Trainer Christian Ilzer richtet den Fokus aber ausschließlich auf das Duell mit dem Vorletzten. “Wir wollen nicht rechnen, sondern uns einfach nur auf das Altach-Match konzentrieren”, erklärte der Steirer.

Der Ländle-Club blieb im Herbst unter den Erwartungen, zeigte allerdings in der letzten Runde des Vorjahres mit einem 6:1-Kantersieg über Hartberg auf. “Dieses Ergebnis ist ein Warnschuss für alle, die Altach nicht so stark einschätzen. Sie haben einen ausgeglichenen Kader mit Potenzial”, betonte Ilzer.

Der WAC-Coach kann bei seinem Personal praktisch aus dem Vollen schöpfen. Offen ist noch, ob Neuzugang Sekou Koita schon zum Frühjahrsauftakt eingesetzt wird. Der Stürmer, der mit Mali die afrikanische U20-Meisterschaft gewonnen hat, kam erst am Donnerstag im Lavanttal an.

Mit deutlich mehr Ausfällen hat Altach-Trainer Werner Grabherr zu kämpfen. Vier Spieler stehen definitiv nicht zur Verfügung, zwei weitere sind fraglich. Dennoch zeigte sich Grabherr kämpferisch. “Für uns geht es jetzt einfach darum, Punkte zu sammeln, damit wir nach der Punkteteilung in einer guten Position sind, um in den ersten Runden in der Qualifikationsrunde das Abstiegs-Thema im Idealfall schnell zu erledigen.”

Zumindest die Statistik spricht Altach Mut zu: Die Vorarlberger haben seit dem Wiederaufstieg keines ihrer vier Frühjahrs-Auftaktspiele verloren. Zudem reichte es für den WAC in den letzten vier Herbst-Runden nur zu drei Unentschieden und einer Niederlage.

Vor der Partie am Samstag gegen Wacker beträgt der Rückstand der Admira auf den Vorletzten Altach drei Zähler, die zehntplatzierten Tiroler liegen sechs Zähler entfernt. Eine Niederlage würde die missliche Situation der Südstädter verschärfen, doch Admira Trainer Reiner Geyer gab sich gelassen. “Die Rechnerei machen wir nicht mit. Die Tabelle ist, wie sie ist”, erklärte der Deutsche, gab aber auch zu: “Wir wollen am Ende unser Ziel erreichen und wissen, dass wir dafür Punkte brauchen.”

Optimismus schöpft Geyer aus der seinen Angaben zufolge gelungenen Vorbereitung. “Wir haben in den letzten Wochen gut gearbeitet und sind als Mannschaft noch enger zusammengewachsen.” Der Wahrheitsbeweis soll gegen Wacker erbracht werden. “Wir freuen uns auf das Match, wollen als Team auftreten und gewinnen”, kündigte Geyer an.

Innsbruck-Coach Karl Daxbacher sieht die Admiraner unter Zugzwang. “Der Druck liegt einen Tick mehr bei ihnen”, vermutete der Niederösterreicher. Die Südstädter seien aus der Winter-Transferperiode, in der Christoph Schösswendter und Kolja Pusch geholt wurden, gestärkt hervorgegangen. “Sie haben sicher an Qualität dazugewonnen”, warnte Daxbacher.

Sein Club ist in der Bundesliga in den vergangenen vier Duellen mit der Admira sieglos. Das bisher letzte Aufeinandertreffen brachte im vergangenen Herbst am Tivoli noch unter Trainer Ernst Baumeister einen 3:1-Erfolg der Südstädter – es war dies der zweite und bisher letzte Saisonsieg des Tabellenletzten. Seither gab es für die Niederösterreicher sechs Niederlagen und vier Unentschieden. Die Innsbrucker wiederum sind seit vier Matches ohne vollen Erfolg.