WAC will ZSKA auch in Moskau zumindest einen Punkt abknöpfen

Der WAC gastiert am Donnerstagabend in der Fußball-Europa-League beim ZSKA Moskau, dem aktuellen Schlusslicht der Gruppe K. Die Wolfsberger haben nach vier Runden einen Punkt mehr als die noch sieglosen Moskowiter und einen weniger als der Tabellenzweite Feyenoord Rotterdam auf dem Konto. Vier Zähler fehlen auf den noch ungeschlagenen Spitzenreiter Dinamo Zagreb, dem man zuletzt nach einer wahren Flut an Coronafällen im Team zweimal unterlag.

Zum Europa-League-Auftakt schaffte der WAC in Klagenfurt nach frühem 0:1-Rückstand noch ein 1:1 gegen ZSKA. Auch im zweiten Vergleich mit dem aktuellen Tabellenzweiten der russischen Meisterschaft – punktegleich mit Leader Zenit St. Petersburg und Spartak Moskau – soll zumindest ein Punkt geholt werden, um den Aufstieg unter die letzten 32 Teams am kommenden Donnerstag (21.00 Uhr) zu Hause gegen Feyenoord noch aus eigener Kraft schaffen zu können.

„Unser Ziel ist dieses Entscheidungsspiel gegen Feyenoord, dem wollen wir alles unterordnen. Das hat sich die Mannschaft mit den guten Leistungen verdient“, betonte WAC-Trainer Ferdinand Feldhofer vor dem Abflug in die russische Hauptstadt am Mittwochvormittag. Der Rückflug am Freitag endet dann in Innsbruck, wo am Sonntagnachmittag (14.30 Uhr) das Bundesliga-Match gegen die WSG Tirol stattfindet.

Nachdem sein Team vor vier Wochen rund um die 0:1-Niederlage in Zagreb derart schlimm vom Coronavirus getroffen worden war, dass nicht einmal mehr 14 Feldspieler und zwei Torleute zur Verfügung standen und deshalb sogar das Bundesliga-Match gegen Sturm Graz verschoben werden musste, kann Feldhofer nun personell fast aus dem Vollen schöpfen. Denn mit Ausnahme von Mittelstürmer Cheikhou Dieng traten alle Stammspieler die Reise nach Moskau an. Auch Innenverteidiger Dominik Baumgartner, den die Wade zwickt, war dabei.

„Zum Glück wird es immer besser, spätestens am Donnerstag sind wir wieder voll da“, versicherte der WAC-Coach mit Blick auf das Fitness-Level seiner Mannen nach den überstandenen Covid-19-Infektionen und auf die 0:3-Heimniederlage gegen Dinamo Zagreb in der Vorwoche. „Im ersten Spiel gegen Zagreb waren wir von Corona gebeutelt, im zweiten ist uns dann die Kraft ausgegangen. Es hätte aber auch anders ausgehen können, wenn wir das 1:0 machen“, meinte der 41-jährige Ex-Internationale.

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„Mit ZSKA wartet nun die spielstärkste Mannschaft dieser Gruppe auf uns, mit vielen Teamspielern und Topspielern. Dazu gilt es den Hybridrasen zu bewältigen, das ist für mich und die Spieler was Neues“, erklärte Feldhofer. Und auch eine begrenzte Anzahl an Zuschauern ist beim Match in Moskau wieder erlaubt, womit sich der Kreis quasi schließt. Denn zuletzt spielten die Lavanttaler beim 1:1 am 22. Oktober daheim gegen ZSKA in der Europa League vor Publikum.

Bei der Videoanalyse vor dem Match ist Feldhofer noch einmal aufgefallen, dass seine Profis nicht nur beim fulminanten 4:1-Triumph in Rotterdam, „sondern auch schon davor gegen ZSKA daheim ein großartiges Spiel gemacht haben. Das war eine sehr, sehr gute Leistung“, an die nun angeschlossen werden soll. „Wir müssen die Räume eng machen, vorne und hinten, und unser Leistungsniveau erreichen, dann können wir jedem in dieser Gruppe wehtun“, ist Feldhofer überzeugt.

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