Während der Erntezeit ist auf den oö. Straßen Vorsicht geboten

Lange Traktorgespanne und überbreite Mähdrescher können beim Überholen leicht zum Problem werden

LINZ – Derzeit ist wieder Erntezeit und damit sind vermehrt landwirtschaftliche Fahrzeuge auf den heimischen Straßen unterwegs. Agar-Landesrat Max Hiegelsberger und Roman Braun vom Maschinenring Oberösterreich appellieren an die Autofahrer, dafür Verständnis zu haben. Vorsicht beim Überholen sei geboten, weil Traktorgespanne mit zwei Kippern bis zu 18,75 Meter lang sein können und doch mit einer Geschwindigkeit von 40 km/h unterwegs sind. Muss das Gefährt anhalten, kommt es durch Bremsen an allen Achsen zum abrupten Stillstand, wodurch für die dahinter fahrenden Fahrzeuge eine Auffahrgefahr besteht. Es gilt daher, hinter Traktoren und Mähdrescher genügend Abstand zu halten.

Mähdrescher sind zudem am Heck gelenkt, und scheren bei Abbiegevorgängen anders aus als Lkw.

Staubelastung ist bei der Ernte unvermeidlich

„Unvermeidlich ist während der Erntezeit auch, dass es zu einer Staubbelastung oder Verschmutzung der Straße kommen kann“, bittet Landesrat Hiegelsberger generell um Verständnis. Die Straßen werden aber abends gereinigt. An die Landwirte appelliert er, bei Staubildung nach Möglichkeit in Straßen- buchten auszuweichen, um Fahrzeuge überholen zu lassen.

Das Befahren der Landes- und Gemeindestraßen mit überbreiten Fahrzeugen muss genehmigt werden. „Aktuell haben 336 Kommunen eine Zustimmungserklärung (Übersicht unter www.ooegemeindebund.at/KFG-Zustimmungserklaerungen) unterzeichnet, wonach jene Lenker, die bereits eine Routengenehmigung für die Landesstraße haben, auch die dortigen Gemeindestraßen benützen dürfen.

Hiegelsberger möchte auch die noch fehlenden Gemeinden mit ins Boot holen, damit die Betroffenen Landwirte nicht ständig neu ansuchen müssen.

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