Waldbrand in Hallstatt: Häuser evakuiert, Bergwerk geschlossen

Feuerwehr hofft auf angekündigten Regen am Wochenende — Neun Feuerwehren im Einsatz

Mit Hubschraubern von Bundesheer und Innenministerium wird das Löschwasser vom See an den Brandort gebracht. © Hörmandinger (1), APA/privat (2)

HALLSTATT — Der Waldbrand an der Echernwand in Hallstatt hat auch gestern die Einsatzkräfte auf Trab gehalten. Laut dem Bezirkfeuerwehrkommandanten von Gmunden, Stefan Schiendorfer, wäre es wegen erschwerenden Umstände „vermessen, zu sagen: Wir werden heute ablöschen“. Er hofft auf den angekündigten Regen. Der Brand könne vorerst nur klein und begrenzt gehalten werden.

Das Feuer war am Dienstag entdeckt worden. Betroffen war das trockene Gras entlang Klettersteiges. Der Brand breitete sich rasch aus. Die Standseilbahn auf den Salzberg und das Schaubergwerk wurden vorsichtshalber geschlossen, der Einstieg in den Klettersteig verboten. Erste Löschversuche mit Unterstützung der Bergrettung mussten aber abgebrochen werden. Denn es lösten sich mehrere Steine, Wurzelstöcke sowie brennende Baumstämme und stürzten in die Tiefe.

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Danach wurden Hubschrauber des Innenministeriums, des Bundesheeres und einer privaten Firma angefordert. Die Besatzungen schöpften Wasser aus dem Hallstättersee und warfen es über dem Brandherd ab. Außerdem wurden am Salzberg eine mehrere Hundert Meter lange Löschwasserleitung verlegt und ein Wasser- und Materialdepot angelegt.

Großer Felsbrocken landete in Garten von Haus

Über Nacht wurden die Flüge eingestellt. Außerdem wurde ein Haus am Fuße der Wand evakuiert. Wie richtig diese Maßnahme war, zeigte sich in der Früh: Ein Felsbrocken in der Größe eines Tisches war in dessen Garten gefallen und bis zum Gebäude gerollt. Bei Tageslicht wurde die Lage neu erkundet. Dabei zeigte sich, dass sich der Brand ausgebreitet hatte. Darauf wurde die Evakuierung weiterer Häuser angeordnet. Denn wenn Löschwasser auf die vom Brand erhitzten Felsen trifft, zerspringen diese und die Bruchstücke fallen in die Tiefe, schilderte Schiendorfer.

Insgesamt neun Feuerwehren rückten mit über 70 Helfern aus, dazu 20 Bergretter. Vom Bergkamm herab wurde mit acht Strahlrohren versucht, eine Ausbreitung des Brandes in den Hochwald zu verhindern. Vier Hubschrauber des Bundesheeres und des Innenministeriums flogen wieder Löscheinsätze. Die Mitarbeiter der Saline Austria spritzten Wasser zudem entlang der Standseilbahn, um diese und den darunterliegenden Ort zu schützen.

Auch in Maria Schmolln (Bezirk Braunau) kam es gestern Vormittag zu einem Waldbrand. Vier Feuerwehren konnten die Flammen aber bereits nach drei Stunden löschen.