Wann Ennser Werk wieder Burger produziert, steht noch in den Sternen

Laut OSI Food dauern Bestandsaufnahme der Schäden und Ermittlung der Brandursache noch Tage – Lieferfähigkeit in Österreich gegeben

Für die 18 in Enns im Einsatz befindlichen Wehren war der Palmsonntag ein langer und anstrengender Tag, ein Feuerwehrmann erlitt schwere Verletzungen.
Für die 18 in Enns im Einsatz befindlichen Wehren war der Palmsonntag ein langer und anstrengender Tag, ein Feuerwehrmann erlitt schwere Verletzungen. © APA/Fotokerschi.at

Einen Tag nach dem Brand beim Ennser McDonald’s-Zulieferer OSI Food Solutions wurde am Montag weiter nach der Ursache für das Feuer gesucht, das am Palmsonntag über 200 Florianis auf Trab gehalten hat.

Auch die Bestandsaufnahme des entstandenen Schadens im Werk, das Burger und Chicken-Nuggets für die US-Fastfood-Kette in Österreich erzeugt, lief auf vollen Touren.

Laut OSI-Pressesprecher Volker Pulskamp von der Europa-Zentrale im deutschen Gersthofen lässt sich aktuell nicht sagen, wann die Produktion in Enns wieder aufgenommen werden kann.

„Die Lieferfähigkeit in Österreich ist sichergestellt. Wir prüfen derzeit alle Optionen gemeinsam mit dem Kunden, um dies auch wie gewohnt weiterhin zuverlässig umzusetzen“, erläutert Pulskamp auf VOLKSBLATT-Anfrage.

Für den schwer in Mitleidenschaft gezogenen Standort in Enns, an dem 120 Mitarbeiter beschäftigt werden, dürften nun die anderen europäischen Standorte, vor allem aber jenes in Deutschland, einspringen. Die im Jahr 1909 in Chicago (USA) gegründete OSI-Gruppe verfügt über 65 Werke in 18 Ländern und beschäftigt mehr als 20.000 Mitarbeiter.

470 Tonnen Rindfleisch pro Monat verarbeitet

Laut Wilhelm Baldia von McDonald’s Österreich dürfte man frühestens am Mittwoch erfahren, ob es negative Auswirkungen auf die Lieferkette geben werde. Pro Monat habe OSI in Enns für McDonald’s 470 Tonnen Rindfleisch sowie 180 Tonnen Hühnerfleisch verarbeitet.

Montagfrüh war die Feuerwehr Enns noch für die Brandwache vor Ort. Die anderen 17 im Einsatz befindlichen Feuerwehren konnten ab den Abendstunden nach und nach einrücken.

Wie berichtet wurden die Anrainer dazu aufgerufen, ihre Fenster geschlossen zu halten. Der Rauch war laut Feuerwehr aber nicht gefährlich.

Von Heinz Wernitznig

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