Warmes Frühstück gegen Frieren

Experten raten gerade im Winter zu einem warmen Frühstück. Wer in der kalten Jahreszeit mit einer warmen Mahlzeit in den Tag startet, muss deutlich weniger Energie für die Verdauung aufwenden. Gerade Menschen, die leicht frieren und Personen mit Verdauungsproblemen können davon profitieren.

Frühstücken wie ein Kaiser, im Winter am besten warm – dazu raten Ernährungsexperten. „Jemand, der zum Frühstück etwas Warmes isst, muss für die Verdauung deutlich weniger Energie aufwenden, als das bei kalten Lebensmitteln der Fall ist“, schildert Diätologin Regina Schmid vom Salzkammergut-Klinikum in Gmunden.

Dies ist besonders im Winter ein großer Vorteil. Vor allem bei Menschen mit Verdauungsproblemen und bei jenen, die schnell frieren, habe sich ein warmes Frühstück bewährt. Personen, die warm frühstücken, berichten überdies davon, dass sie länger satt sind, nicht mehr so oft von Heißhunger heimgesucht werden und sich insgesamt fitter fühlen“, sagt die Expertin. Ein warmer Getreidebrei beziehungsweise ein Eintopf oder eine Suppe waren jahrtausendelang das tägliche „Frühstücksbrot“ unserer Vorfahren.

Rezepttipp

Porridge

Zutaten für 1 Portion:
40 g Haferflocken oder Hafermehl
200 ml Flüssigkeit (Wasser, Milch, Pflanzenmilch) und eine Prise Salz

Zubereitung:
Die Haferflocken mit der Flüssigkeit in einem Topf verrühren, aufkochen und so lange kochen, bis die gewünschte cremige Konsistenz erreicht ist.

Dieses Basisrezept lässt sich nach Belieben verfeinern mit:
Süßungsmittel wie Ahornsirup, Honig
Klein geschnittenes Obst
Trockenfrüchte
Nüsse, Samen, Kerne
Diverse Gewürze wie Zimt,
Kardamom, Kakao

Tipp:
Porridge lässt sich auch pikant zubereiten, z. B. mit gebratenem Gemüse oder einem Spiegelei.

Je nach Kultur und Vegetation wurden Reis, Mais, Hirse, Gerste oder Hafer gemahlen bzw. geschrotet und mit Milch oder Wasser zu sämigen Breien verkocht. Auch Suppen aus allem, was das Land ringsum bot, wurden als Frühstück verzehrt. Später haftete diesen Breimahlzeiten das Image eines „Arme-Leute-Essens“ an.

„Erst in jüngster Zeit hat sich durch den Einfluss von Traditioneller Chinesischer Medizin, Ayurveda und einer jungen, modernen Frühstückskultur das Image des Haferbreis geändert. Als „Porridge“ und „Overnight Oats“ ist er mittlerweile wieder in aller Munde – zumindest im übertragenen Sinn“, schildert Schmid.

Aber auch Freunde des pikanten Frühstücks kommen auf ihre Kosten. „Wir empfehlen, einfach einmal auszuprobieren, was einem guttut“, so Schmid. Ob Suppe, ein Eintopf vom Vortag oder diverse Eierspeisen – erlaubt ist, was schmeckt und wohltut. Auch für Frühstücksmuffel hat die Expertin einen Tipp: „Wenn Sie es nicht gewohnt sind zu frühstücken, keine Zeit haben oder in der Früh nichts runterbringen, dann könnten Sie sich zumindest etwas Warmes zubereiten und in einem Warmhaltegefäß für später am Vormittag mitnehmen.

Und bedenken Sie auch, dass die Ursache dafür, dass man in der Früh keinen Appetit hat, häufig darin liegt, dass man am Abend zu spät, zu viel und zu schwer gegessen hat. Wenn das der Fall ist, sollten Sie das ändern.“

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