Warmwetter (k)ein Spielverderber

Wintersportveranstaltungen kämpfen mit den zuletzt höheren Temperaturen — Hinzenbach trotzt den Bedingungen, für Hinterstoder war Regen sogar gut — Absagen in Lackenhof und Garmisch

Der Kampf gegen die Wetterbedingungen (wie zuletzt in Garmisch/Bild) ist derzeit für viele Veranstalter angesagt.
Der Kampf gegen die Wetterbedingungen, wie zuletzt in Garmisch, ist derzeit für viele Veranstalter angesagt. © Stephan Jansen / dpa / picturedesk.com

Während im Dezember und Jänner die meisten Wintersport-Veranstaltungen programmgemäß über die Bühne gehen konnten, sorgt der Warmwettereinbruch der letzten Tage vielerorts für Sorgenfalten und sogar die eine oder andere Absage.

Schauplatz Hinzenbach

Der Regen hat wie erhofft aufgehört und dem Weltcup-Skispringen der Damen in Hinzenbach steht damit nichts im Wege, wie OK-Chef Bernhard Zauner dem VOLKSBLATT bestätigte. „Es passt alles, am Freitag kann erstmals trainiert werden.“ 20 bis 25 Leute seien bis dahin noch mit der Präparierung der Schanze beschäftigt. Am Samstag (14.15) und Sonntag (14.30) finden zwei Bewerbe in der Energie-AG-Arena statt.

Schauplatz Hinterstoder

Noch etwas länger dauert es bis zu den Ski-Weltcuprennen in Hinterstoder, von 29. Februar bis 1. März stehen eine Super-Kombination, ein Super-G und ein RTL auf dem Programm. Auf einer Piste, die derzeit perfekt ist, wie OK-Chef Herwig Grabner dem VOLKSBLATT verriet. „Wir haben genug Schnee und der Regen hat uns sogar gut getan. Weil die Nächte kalt sind, ist die Piste richtig kompakt geworden.“ Dafür hat der Sturm einige Bäume geknickt, die Fangnetze beschädigt. „Die müssen wir natürlich wechseln.“

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Schauplatz Lackenhof

Die Organisatoren der alpinen Snowboard-Weltcuprennen am 13. und 14. Februar in Lackenhof mussten hingegen endgültig — die Rennen waren ja schon verschoben worden — absagen. „Leider hat uns das Wetter ganz und gar nicht in die Karten gespielt. Dagegen sind wir machtlos”, zeigte sich OK-Chefin Michaela Dorfmeister enttäuscht. Zunächst hätten die Temperaturen eine Beschneiung nicht zugelassen und der Schneefall diese Woche sei zu spät gekommen, um für eine optimale Pistenpräparierung zu sorgen.

Schauplatz Garmisch

Wo am Wochenende die Herren Abfahrt und Riesentorlauf bestritten, sollen am Samstag und Sonntag die alpinen Ski-Damen Abfahrt und Super-G fahren, nämlich in Garmisch-Partenkirchen. Ob das auch möglich ist, bleibt abzuwarten. Das für Donnerstag geplante erste Abfahrtstraining wurde jedenfalls aufgrund der Wetter- und Pistenbedingungen abgesagt. Schon letzte Woche in Sotschi war ja eine Abfahrt ins Wasser gefallen.

P.S.: Auch die Bewerbe der Ski Crosser am Wochenende in Feldberg (D) sowie jene der Kombinierer in Otepää (EST) mussten abgesagt werden.

Von Roland Korntner und Tobias Hörtenhuber

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