Was Papa wichtig ist

Zwar mag es „den“ österreichischen Papa nicht geben, doch die Väter gehen heutzutage einen anderen Weg als noch ihre Väter und Großväter. Zugleich gibt es aber noch „Luft nach oben“, wenn es um 50:50 bei der Erziehung der Kinder geht, so eine repräsentative Erhebung der Babyartikelmarke MAM und des Meinungsforschungsinstituts marketagent.com anlässlich des Vatertags.

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Ein Großteil (59 Prozent) der Papas setzt auf den sogenannten demokratischen Erziehungsstil. Der Nachwuchs wird in Entscheidungen mit einbezogen, wobei aber gleichzeitig Wert auf gemeinsame Regeln gelegt wird. Den autoritären, durch strenge Regeln und Verbote geprägten Erziehungsstil vertritt rund ein Drittel (28 Prozent). Die antiautoritäre Laissez-faire-Einstellung leben 13 Prozent der befragten Männer.
„Sie machen es damit deutlich anders als ihre Eltern und Großeltern davor“, weiß Sandra Teja von MAM. Nach eigenen Angaben wurde fast die Hälfte aller Väter autoritär (48 Prozent), nur ein Drittel (32 Prozent) partnerschaftlich sowie jeder Fünfte (21 Prozent) im Laissez-faire-Erziehungsstil erzogen.

Höflichkeit, Selbstbewusstsein, Humor und Verlässlichkeit

Ermittelt wurden überdies die wichtigsten Werte, die Väter ihren Söhnen und Töchtern vermitteln möchten: Ganz hoch im Kurs stehen dabei Höflichkeit (59 Prozent), Selbstbewusstsein (58 Prozent), Humor (49 Prozent), Verlässlichkeit (48 Prozent) und Disziplin (42 Prozent). Abgeschlagen finden sich Integrität und Risikofreude an den letzten Stellen des Werte-Rankings.

Für heimische Mamas ist hingegen Selbstbewusstsein (77 Prozent) die wichtigste Eigenschaft. Disziplin finden nur 27 Prozent der Mütter erstrebenswert. In Sachen „Mitgefühl“ ist es umgekehrt: Für mehr als die Hälfte der weiblichen, aber nur 29 Prozent der männlichen Befragten zählt dieser Wert zu den wichtigsten.

Die Erhebung zeigt, dass eine gleichberechtigte Aufgabenverteilung zwischen Müttern und Vätern nicht in jedem Haushalt gegeben ist. 77 Prozent der Väter sind zwar der Auffassung, dass sie zu gleichen Teilen in die Kindeserziehung eingebunden sind. Dem steht allerdings die Wahrnehmung der Frauen entgegen, die nur zu 44 Prozent von einer gleichwertigen Verteilung sprechen. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Männer gaben an, gar keine Karenzzeit in Anspruch genommen zu haben. Zwei Monate beim Neugeborenen blieben 16 Prozent der Väter, bis zu sechs Monate ebenfalls 16 Prozent der Studienteilnehmer. Mehr als sechs Monate in Karenz gegangen sind insgesamt nur rund 14 Prozent.