Wegen Messerangriff Mordversuchsprozess in Linz gegen 20-Jährigen

Mit acht Messerstichen soll ein 20-Jähriger im Oktober des Vorjahres in Linz versucht haben, seine 17-Jährige Freundin zu töten.

Wegen versuchten Mordes steht der Afghane am 30. April vor Gericht. Die Teenagerin hatte „potenziell lebensgefährliche Verletzungen“ am Hals davon getragen, heißt es in der Anklageschrift. Der Attacke war ein heftiger Streit vorausgegangen.

Das junge Paar hatte offenbar eine On-off-Beziehung geführt. Am 18. Oktober gerieten die zwei mal wieder aneinander. Der junge Mann hatte in der betreuten Wohngruppe im Zimmer der Freundin übernachtet.

Bereits am Morgen kam es zum Streit. Dieser dürfte sich dann über längere Zeit hochgeschaukelt haben. Plötzlich soll der Afghane ein Messer gezogen und die Rumänin attackiert haben. Achtmal habe er laut Staatsanwaltschaft zugestochen, viermal davon in den Hals.

Die Verletzte rief um Hilfe, konnte sogar den 20-Jährigen dazu bringen, ihr sein Handy zu geben, um die Rettung zu rufen. Als ein Betreuer Rufe aus dem Zimmer hörte und nachschauen ging, war die Rettung bereits alarmiert. Noch am Nachmittag kam der mutmaßliche Täter in den Neuromed Campus des Linzer Kepler Uniklinikums.

Dort soll der als renitent und aggressiv Beschriebene einer Krankenschwester angekündigt haben, er werde „ein Blutbad anrichten“ und das, was er mit seiner Freundin gemacht habe, immer wieder tun. Der Angeklagte ist zurechnungsfähig, ihm drohen zwischen zehn Jahre und lebenslanger Haft.

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