Weichenstellung im Bezirk Ried

Günther Lengauer mit 98,8 Prozent zum ÖVP-Bezirksparteiobmann gewählt

Vor Ort im Rieder Sparkassen-Stadtsaal war nur jene Mannschaft, die statutarisch unbedingt notwendig war — darunter (v. l.) der scheidende Bezirksparteiobmann LAbg. Alfred Frauscher, der nun gewählte Bezirksparteiobmann Günther Lengauer, OÖVP-Chef LH Thomas Stelzer und OÖVP-LGF LAbg. Wolfgang Hattmannsdorfer. Die Delegierten waren via „Zoom“ zugeschaltet.
Vor Ort im Rieder Sparkassen-Stadtsaal war nur jene Mannschaft, die statutarisch unbedingt notwendig war — darunter (v. l.) der scheidende Bezirksparteiobmann LAbg. Alfred Frauscher, der nun gewählte Bezirksparteiobmann Günther Lengauer, OÖVP-Chef LH Thomas Stelzer und OÖVP-LGF LAbg. Wolfgang Hattmannsdorfer. Die Delegierten waren via „Zoom“ zugeschaltet. © OÖVP/Mayrhofer

Es war eine Premiere, die am Dienstagabend über die Bühne im Rieder Sparkassen-Stadtsaal ging — aber eigentlich ging es eher über die Monitore.

Denn erstmals wurde ein OÖVP-Bezirksparteitag digital im Internet abgehalten, dafür wurde zuvor extra das Statut geändert. Rund 270 Delegierte verfolgten von zuhause aus den Parteitag und diese stimmten dann auch digital ab.

Das Ergebnis: 98,8 Prozent für den neuen Bezirksparteiobmann Günther Lengauer, auch die weiteren Mitglieder des Bezirksparteivorstandes erhielten zwischen 97 und 99 Prozent. „Gemäß dem Motto ‚Mit Weitblick in die Zukunft‘ wollen wir gemeinsam etwas bewegen. Wir wollen auch ein Zeichen setzen, dass es wichtig ist, sich für die Politik einzusetzen und auf die Menschen zu hören“, so Lengauer in einem ersten Statement.

Sehr stolz auf seinen Nachfolger zeigte sich LAbg. Alfred Frauscher. Sieben Jahre war er an der Spitze, wo man führen und zusammenführen muss. Er habe es gerne gemacht und man habe auch einiges erreicht, etwa die HTL oder Wirtschaftsparks.

Aber er gehe nicht mit Wehmut. Aller Voraussicht nach wird der Utzenaicher Bürgermeister Lengauer auch im Landtag das Erbe von Frauscher antreten.

Luft nach oben

Die Wahlen im Herbst sind auch die erste Herausforderung. Man stelle derzeit 25 der 36 Bürgermeister im Bezirk, „da gibt es also noch Luft nach oben“, so Lengauer. Das erste Ziel ist, dass man nun überall Teams und einen Spitzenkandidaten aufstellt. Der Wahlkampf werde corona-bedingt diesmal sicher etwas anders und man müsse flexibel bleiben, aber er sei sehr optimistisch für die ÖVP. Derzeit stecke man mitten in den Vorbereitungen.

Neben der Wahl gehe es natürlich auch darum, den Bezirk weiterhin dynamisch zu entwickeln, erklärte Lengauer, der neben seinem Bürgermeisteramt auch noch Geschäftsführer des Bildungshauses St. Magdalena ist. Unterstützung kommt von LH Thomas Stelzer.

Beim Bezirksparteitag erklärte der Landeshauptmann: „Wir waren vor Corona auf einem guten Weg und haben uns auch vom Virus nicht ausbremsen lassen. Wir wollen Oberösterreich aus der Krise heraus noch stärker machen.“

Corona ist aber derzeit noch immer das bestimmende Thema. „In Oberösterreich setzen wir auf Hausverstand und auf regionale Eigenverantwortung. Wo regionale Herde auftauchen, versuchen wir sie auch regional zu bewältigen“, so LH Stelzer.

Angesichts der hohen Infektionszahlen im Bezirk Ried könnten Maßnahmen wie im benachbarten Braunau notwendig werden, so Lengauer. Aber eines sei klar: Den nächsten Bezirksparteitag werde man wieder analog mit Blasmusik begehen — und da werde man auch die Ehrungen nachholen.

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