Weitere 100 E-Scooter für Linz

Voi startet als vierter Anbieter in Oberösterreich – Bereits mehr als 600 Roller unterwegs

Mehr als 600 Roller haben Voi, Wind sowie Tier und Arolla in Linz bereits stationiert.
Mehr als 600 Roller haben Voi, Wind sowie Tier und Arolla in Linz bereits stationiert. © Steiner

Von Christoph Steiner

Es wird eng an den Radständern der Landeshauptstadt. Was weniger mit einem neuen Zweirad-Hype ob des frühsommerlichen Wetters zu tun hat, als mit der Armada an E-Scootern, die dort auf ihre Kurzzeit-Benützer warten.

Hatten im März mit Tier Mobility und Arolla die ersten Anbieter in Linz gestartet, folgte vergangene Woche der Verleiher Wind und seit gestern schickt sich mit Voi auch der europäische Marktführer an, in der Landeshauptstadt entsprechend Meter zu machen. Mit vorerst 100 Geräten wird gestartet. Bei entsprechendem Erfolg kann auch aufgestockt werden, so der Österreich-Manager Claus Unterkircher im VOLKSBLATT-Gespräch.

Linz als erste Station

Linz ist die erste Station für Voi in Österreich, es ist die insgesamt 18. in neun Ländern. Punkten will man auch mit einem Novum am heimischen Markt: Alle Fahrten sind versichert, bis zu 10 Mio. Euro beträgt beträgt die Haftungsgarantie. Gratis-Helme werden auch angeboten. Aufgrund des Sicherheitsgedankens, so Unterkircher. Eine Helmpflicht für die Roller besteht ja wie beim Radfahren nicht.

Über’s Handy aktiviert

Das Prozedere ist bei allen Anbietern ähnlich: Aktiviert werden die Scooter via Smartphone. Guthaben wird über Kredit- oder Debitkarte auf die App geladen. Einen Euro bezahlt man bei Voi pro Fahrt Freischaltgebühr, danach werden 15 Cent pro Minute verrechnet. Auch bei der Konkurrenz von Wind und Tier ist man mit gleichem Preis dabei. Beim österreichischen Anbieter Arolla setzt man in der Testphase auf ein Gratismonat, die Geräte sind allerdings in Linz äußerst unterrepräsentiert.

Startet Voi mit 100 Rollern, so bewegt sich auch Wind in dieser Größenordnung. In anderen Dimensionen ist Tier unterwegs: Auf 400 E-Scooter ist die Flotte mittlerweile angewachsen. „Das ist keine Plattitüde, sondern wir sind echt begeistert, wie positiv die Linzer das Angebot aufnehmen“, betont man gegenüber dem VOLKSBLATT.

Abends wird gesammelt

Dass alle Scooter auch immer aufgeladen sind, dafür sorgen eigene Sammeltrupps: Sie lesen die Tretroller abends dort auf, wo sie stehen gelassen wurden. In den zentralen Sammelstellen werden die Akkus wieder aufgeladen und die Scooter auch auf mögliche Mängel kontrolliert bzw. auch repariert. Auf Verschleiß ist man vorbereitet: Bei Voi etwa hortet man 150 Roller im Lager in Linz, um immer um die 100 Maschinen anbieten zu können.

Eine Materialschlacht dürfte es auch unter den Anbietern werden. Dass sich alle dauerhaft durchsetzen, darf bezweifelt werden. Hier hat der europäische Marktführer den längsten Abend: 80 Mio. Euro hat man bei den Schweden von Voi dank Investoren in der Hinterhand. Beim Berliner Anbieter hat man für die Markteinführung zumindest 27 Mio. Euro eingesammelt.

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