Weitere Immobilienfirma in China in Zahlungsverzug

In China gerät ein weiteres Immobilienunternehmen mit seinem Schuldendienst in Verzug. Der Immobilienentwickler Ronshine China Holdings erklärte am Sonntag in einer Börsenmitteilung in Hongkong, er habe überfällige Zinszahlungen in Höhe von insgesamt 27,9 Millionen Dollar (2,75 Mio. Euro) für zwei Anleihen nicht geleistet.

Die Zahlungen seien am 9. Juni beziehungsweise am 15. Juni fällig gewesen, worauf jeweils eine 30-tägige Nachfrist begonnen habe. Angesichts der Liquiditätslage des Unternehmens sei ungewiss, ob es diese oder andere Zahlungsverpflichtungen erfüllen könne, teilte die Firmenleitung mit.

Der wochenlange Corona-Lockdown in Metropolen wie Shanghai hat die chinesischen Immobilienverkäufe im April so stark einbrechen lassen wie seit 16 Jahren nicht mehr. Die Baubranche steht aber nicht nur wegen der Pandemie unter Druck.

Die Regierung in Peking hat ihre Kampagne gegen Spekulanten verschärft, auch aus Sorge vor einer Immobilienblase. Zudem hat die Krise um den angeschlagenen Immobilienriesen Evergrande viele potenzielle Hauskäufer verschreckt.

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