Weitere Preissteigerungen bei Strom und Gas erwartet

Entlastungsmaßnahmen wie die Senkung der Energieabgaben haben im Mai für eine kurze Entspannung bei den Haushaltspreisen für Strom und Gas gesorgt.

Allerdings sei dieser Effekt durch den Anstieg der Preise anderer Energieträger wieder wettgemacht worden, räumte die Österreichische Energieagentur ein. Im Jahresvergleich stiegen die Energiepreise im Mai insgesamt dennoch um 38 Prozent. Die Experten rechnen mit weiteren Preissteigerungen.

„Wer einen neuen Vertrag abschließen will, muss aktuell mit enormen Preissteigerungen bei Neukundentarifen rechnen“, so die Österreichische Energieagentur in einer der APA übermittelten Stellungnahme.

Die Haushaltspreise für Gas sind im Mai im Vergleich zum Vormonat April um 1,9 Prozent gesunken. Im Jahresvergleich lagen die Gaspreise aber um 73,5 Prozent über dem Wert vom Mai 2021. Die Haushaltspreise für Strom reduzierten sich im Monatsvergleich um 6,0 Prozent. Im Jahresvergleich lagen sie um 3 Prozent höher. Grund für den Preisrückgang im Monatsvergleich seien Entlastungsmaßnahmen gewesen.

Die Preise für Heizöl stiegen im Mai gegenüber April um 1,7 Prozent. Im Jahresvergleich Mai 2022 zu Mai 2021 war Heizöl fast doppelt so teuer. Eine typische Tankfüllung von 3.000 Litern kostete damit ungefähr 4.100 Euro.

Superbenzin kostete im Mai um 3,6 Prozent mehr als im April und um 42 Prozent mehr als vor einem Jahr. Eine Tankfüllung (50 Liter) kam im Mai an der Zapfsäule im Durchschnitt auf fast 90 Euro, das sind um etwa 4 Euro mehr als im Vormonat April. Im Vergleich zum Mai des Vorjahres waren um etwa 25 Euro mehr für eine Tankfüllung bezahlen. Die Preise für Diesel stiegen ebenfalls. Im Monatsvergleich war ein Plus von 1,6 Prozent zu beobachten. Damit lag der Treibstoff um 56,8 Prozent über dem Niveau vom Mai 2021. Diesel blieb auch im Mai teurer als Superbenzin.

Auch Pellets und Brennholz wurden teurer. Im Vergleich zum April stiegen die Preise für Holzpellets im Mai um 6,8 Prozent, im Jahresvergleich waren sie um 44,4 Prozent höher. Die Preise für Brennholz verzeichneten ein Plus von 5,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Gegenüber Mai 2021 sind die Preise für Brennholz um 26,6 Prozent gestiegen.

Die Haushaltspreise für Fernwärme blieben gegenüber dem Vormonat April unverändert. Im Jahresvergleich lagen die Fernwärmepreise aber um 16,6 Prozent höher.

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