Weizenpreis durch Ukraine-Krieg weiter hoch

Der Ukraine-Krieg treibt die Weizenpreise weiter in die Höhe. Die Weizennotierung an der Warenterminbörse Euronext in Paris liegt aktuell zwar unterhalb des kürzlich erreichten Allzeithochs von 396 Euro je Tonne, befindet sich aber immer noch deutlich über Vorkriegsniveau, geht aus einem aktuellen Marktbericht der AMA hervor. Derzeit notiert der Pariser Weizenkontrakt bei rund 370 Euro. Am 23. Februar, einen Tag vor dem russischen Einmarsch, hatte der Preis 287 Euro betragen.

Dementsprechend habe der Premiumweizen an der Wiener Produktenbörse gegenüber dem 23. Februar um 33,50 Euro auf 410 Euro je Tonne zugelegt, was das bisherige 20-Jahreshoch von 401 Euro je Tonne übertreffe. Auch die Preise von Qualitätsweizen und Mahlroggen hätten deutlich zugelegt. Neben dem Krieg wirke sich auch die aktuelle Trockenheit in Österreich auf die Kurse aus, heißt es in dem Bericht der Agrarmarkt Austria.

Auf ebenso hohem Niveau hat sich mittlerweile der Pariser Rapskurs eingependelt, der nun bei rund 972,00 Euro liegt. Zuletzt hatte der Kurs an der Schwelle von 1.000 Euro gekratzt und ein neues Allzeithoch mit 994,50 Euro erreicht. Die Ukraine spiele sowohl bei Sonnenblumenöllieferungen in die EU sowie bei Rapslieferungen eine wichtige Rolle, wurde in dem Bericht betont.

Der Ukraine-Krieg schlägt sich aber auch auf den Futtermittelmarkt nieder. Unterbrochene Lieferketten und Logistikprobleme würden derzeit für viel Unsicherheit sorgen, so die AMA in einer separaten Analyse. So hätten sich die Preise für Legehennenfutter seit Jahresbeginn stark verteuert und ihren Rekordkurs fortgesetzt. Das belaste die Rentabilität der Eierproduktion. Neben den steigenden Kosten für Futtermittel sei die Branche aber auch durch die Preissteigerungen bei Energie, Düngemitteln und Verpackungsmaterialien in Sorge, hieß es.

Die durchschnittlichen Packstellenabgabepreise für Eier waren im Februar großteils stabil. Im Vergleich zum Vormonat zeigte sich bei Boden- und Bioware ein leichtes Plus, Abschläge gab es bei Freilandeiern der Klasse XL. Laut dem Bericht wurden aber bei sämtlichen Haltungsformen ein Preisanstieg gegenüber Februar 2021 verzeichnet.

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