Weltmeister Frankreich besiegte Niederlande verdient 2:1

Nach dem torlosen Remis zum Auftakt der Nations League gegen Deutschland am Donnerstag hat Fußball-Weltmeister Frankreich am Sonntag im Stade de France gegen die Niederlande eine gelungene „Heimkehr“ gefeiert. Das Team von Trainer Didier Deschamps gewann gegen die Niederlande völlig verdient 2:1 (1:0).

Die Führung durch Kylian Mbappe (14.) glich Ryan Babel zwischenzeitlich mehr als schmeichelhaft aus (67.). Olivier Giroud machte mit seinem 32. Teamtor den verdienten Sieg aber doch noch perfekt (75.).

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Die 80.000 Fans feierten ihre WM-Helden vor dem Anpfiff mit einer riesigen Choreographie. Auch während der Partie riss die Partystimmung nicht ab. Superstar Mbappe hätte die Fans bereits nach 50 Sekunden in Ekstase versetzt, doch Jasper Cilllessen war bei seinem Schuss aufs kurze Eck zur Stelle.

Nach einer Viertelstunde erzielte der 19-Jährige Angreifer von Paris St. Germain dann aber sein Tor. Der Niederländer Quincy Promes servierte Blaise Matuidi den Ball per Kopf perfekt in den Lauf. Mbappe musste nach dem Querpass nur noch den Fuß hinhalten. Danach kontrollierten die Hausherren das Geschehen ohne zwingend zu werden.

Die „Oranjes“ von Ronald Koeman konnten den derzeitigen Klassenunterschied nicht kaschieren. Der Weltmeister agierte bissiger in den Zweikämpfen und erzwang viele Ballverluste der Gäste, die keinerlei Spielfluss entwickeln konnten.

Der Ausgleich nach der Pause fiel folglich aus dem Nichts. Babel stand bei einer Kopie des Führungstreffers richtig. Wenige Augenblicke zuvor weckte Georginio Wijnaldum die Gäste mit dem ersten nennenswerten Abschluss auf (66.). Danach drohte das Match aus Sicht der Franzosen zu kippen. Memphis Depay traf zwei Minuten später nur das Außennetz.

Eine Viertelstunde vor dem Ende beendete Giroud das Offensiv-Intermezzo der Gäste. Der 31-Jährige versenkte in seinem 83. Länderspiel eine Flanke des eingewechselten Benjamin Mendy volley zur erneuten Führung und überholte mit seinem 32. Teamtor Legende Zinedine Zidane. Nur Thierry Henry (51), Michel Platini (41) und David Trezeguet (34) trafen für „Les Bleus“ öfter. Giroud beendete damit auch seine zehn Spiele andauernde Flaute im Teamdress.